Sirenen heulen, Drehleitern fahren aus, die Straßen rund um die Sonnenallee sind dicht: In der Nacht zu Freitag hat ein Großbrand in Neukölln für einen massiven Feuerwehreinsatz gesorgt.
Flammen schlagen aus Erdgeschoss-Wohnung
17 Menschen wurden verletzt, insgesamt 27 Mieter und Mieterinnen wurden aus dem Brand-Haus in Neukölln gerettet. Das Feuer brach nach Angaben der Feuerwehr im Erdgeschoss eines siebenstöckigen Wohnhauses in der Pannierstraße aus . Die Ursache ist bislang unklar.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand die betroffene Erdgeschoss-Wohnung bereits in hellen Flammen. Dicker Rauch drang durch das Treppenhaus, Flammen schlugen aus den Fenstern.

Insgesamt 27 Menschen wurden aus dem Gebäude herausgeholt. Neun konnten über das Treppenhaus ins Freie gebracht werden, 18 weitere mussten über Drehleitern evakuiert werden. 16 Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort behandelt. Ein Mensch kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Die Berliner Feuerwehr konnte den Brand schließlich vollständig löschen. Doch die Folgen sind gravierend: Das gesamte Gebäude ist derzeit unbewohnbar, alle Bewohnerinnen und Bewohner müssen vorerst anderweitig untergebracht werden. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, zeitweise wurde sogar ein „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen. Ein Szenario, das in Berlin selten vorkommt und die Dimension des Einsatzes unterstreicht.
Die Sonnenallee sowie der Bereich Pannierstraße/Ecke Sonnenallee waren während des Einsatzes komplett gesperrt. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren.


