Der August bringt zahlreiche Neuerungen und einige davon dürften den Alltag vieler Menschen spürbar verändern – allerdings nicht nur zum Positiven. Berliner Autofahrer müssen sich auf neue Parkregeln einstellen, Eltern profitieren von neuen Ansprüchen bei Schule und Betreuung, Bahnkunden müssen sich an ein neues Bonusprogramm gewöhnen. Auch Besitzer von Solaranlagen sowie Unternehmen müssen sich auf neue Vorschriften einstellen. Das sind die wichtigsten Änderungen im Überblick.
Wieder eine neue Parkzone in Berlin
Schlechte Karten für Autofahrer: In einem weiteren Teil Berlins wird das Parken kostenpflichtig. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg führt die neue Parkraumbewirtschaftungszone 69 „Mehringplatz“ ein. Wer dort künftig auf öffentlichen Parkplätzen stehen möchte, benötigt entweder einen Parkschein oder einen gültigen Parkausweis, etwa für Anwohner oder Handwerksbetriebe.

Das Ordnungsamt will die Einhaltung der neuen Regeln regelmäßig kontrollieren. Bedeutet auch: Anwohner müssen sich zeitnah um eine Parkplakette kümmern. Die Ausstellung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Kleinere Klassen an Berliner Grundschulen
An Berliner Grundschulen in sozialen Brennpunkten soll der Unterricht künftig in kleineren Klassen stattfinden. Zum neuen Schuljahr wird die maximale Klassengröße dort von bislang 24 auf 20 Kinder reduziert. Von der Regelung profitieren nach Angaben des Senats rund 140 der insgesamt 457 Berliner Grundschulen. Wo die kleineren Klassen zunächst nicht umgesetzt werden können, sollen stattdessen zwei Lehrkräfte gleichzeitig unterrichten. Damit sollen auch die Lehrkräfte entlastet werden.

Bundesweit mehr Rechte für Eltern bei der Kinderbetreuung
Mit Beginn des neuen Schuljahres gilt bundesweit erstmals ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Zunächst betrifft die Regelung ausschließlich Erstklässler. In den kommenden Jahren wird der Anspruch schrittweise auf weitere Klassen ausgeweitet. Ziel ist es, Familien bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker zu unterstützen. Verpflichtend ist die Ganztagsbetreuung allerdings nicht.
Um auch die Arbeitsbedingungen von Erziehern zu verbessern, sind zusätzliche Investitionen geplant, die schrittweise ab dem Schuljahr 2026/2027 spürbar werden sollen. Das einzige Manko: Wenn die Maßnahmen mit kleinen Schulklassen und Ganztagsbetreuung vollständig umgesetzt werden sollen, benötigt die Bildungsverwaltung rund 32 Millionen Euro.
Deutsche Bahn trickst mit neuem Punkte-System
Auch Bahnreisende müssen sich umstellen. Ab dem 1. August verändert die Deutsche Bahn ihr Bonusprogramm grundlegend. Freifahrten kosten künftig keine festen Punktebeträge mehr. Stattdessen richtet sich der Punktepreis nach Strecke, Buchungszeitpunkt und Nachfrage. Besonders günstig sollen Tickets bei früher Buchung, kurzen Verbindungen und Fahrten außerhalb der Stoßzeiten sein.
Gleichzeitig werden Flex-Gutscheine deutlich teurer. Für eine einfache flexible Fahrt in der 2. Klasse werden künftig 2500 statt bislang 2000 Punkte fällig. Für Hin- und Rückfahrt steigt der Preis sogar von 3000 auf 4000 Punkte.

Weniger Geld für neue Solaranlagen
Wer ab August eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb nimmt, erhält etwas weniger Geld für eingespeisten Solarstrom. Die Einspeisevergütung wird – wie gesetzlich vorgesehen – erneut um ein Prozent gesenkt. Für bestehende Anlagen ändert sich dagegen nichts. Dort bleibt die bei der Inbetriebnahme zugesicherte Vergütung für 20 Jahre bestehen.



