Es ist einer der klassischsten Beziehungskonflikte überhaupt – noch vor der Frage, wer den Müll runterbringt: Wie räumt man eigentlich die Spülmaschine richtig ein? Selbst prominente Paare sind davor nicht gefeit. Schauspielerin Ania Niedieck etwa plaudert in einem Interview darüber, dass ihr Mann ihr regelmäßig vorwirft, sie könne die Spülmaschine „absolut nicht richtig" einräumen.
Der Vorwurf: zu vollgestopft, das Geschirr werde dadurch nicht richtig sauber. Ania Niedieck, bekannt aus der RTL-Serie „Alles was zählt", hat für diesen Dauerbrenner eine pragmatische Lösung gefunden. „Mein Motto dazu lautet in solchen Momenten einfach: Stell dich dumm und sei klug!“, sagte die 42-Jährige in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. Sie überlässt ihrem Mann einfach kampflos das Territorium Geschirrspüler.

Aber mal grundsätzlich gefragt: Hat der Ehemann von Ania Niedieck recht? Gibt es tatsächlich ein „richtig“ und „falsch“ beim Einräumen der Spülmaschine? Nun, die Beladung macht tatsächlich einen Unterschied. Und Hersteller wie Siemens oder Bauknecht geben zu ihren Geschirrspülmaschinen einige Grundregeln mit.
Geschirrspüler richtig einräumen – so geht's:

Geschirrspüler nicht überladen
Wenn Teller, Töpfe und Gläser zu eng aneinanderstehen oder sich gar berühren, kommt das Wasser aus den Sprüharmen nicht überall hin. Die Folge: Es bleibt Essen kleben, und man muss am Ende doch von Hand nachwischen – womit der ganze Sinn der Maschine verpufft.
Grobe Essensreste entfernen
Essensreste müssen nicht komplett abgespült werden, moderne Maschinen kommen mit Soßenresten gut klar. Größere Brocken wie Kartoffel- oder Gemüsereste sollten aber schon vorher runter, weil sie sonst in den Düsen der Maschine landen und diese verstopfen können.
Pfannen nach unten, Tassen nach oben
Große, stark verschmutzte und robuste Teile wie Töpfe und Pfannen gehören nach unten, wo der Wasserdruck am stärksten ist. Empfindliches wie Gläser und Tassen kommen nach oben, wo es kühler und sanfter zugeht. Auch Geschirr aus Kunststoff ist da besser aufgehoben, damit er sich nicht verformt. Besteck steckt man am besten mit dem Griff nach unten in den Korb, damit die Ess-Seite ordentlich sauber wird.
Nicht vergessen: Sieb vom Spüler regelmäßig reinigen
Alle vier bis sechs Wochen sollte auch das Sieb am Boden der Maschine gereinigt werden. Dort sammeln sich bei jedem Spülgang Essensreste und Fett – wird das vergessen, lässt die Reinigungsleistung mit der Zeit nach.
Wie wichtig ist das richtige Einräumen des Spülers?
Ein paar Grundregeln beim Einräumen sorgen tatsächlich für sauberes Geschirr und weniger Verbrauch. Die Grundprinzipien – nicht überladen, Grobes entfernen, Schweres nach unten – sind zwar sinnvoll, aber am Ende weniger ein Naturgesetz als eine Frage der Gewohnheit. Wer sein Geschirr trotz „falscher“ Reihenfolge sauber aus der Maschine holt, macht nichts grundsätzlich verkehrt.

