Nächtlicher Überfall

19-Jähriger wird in Schöneberg nach Café-Besuch angeschossen

Mitten in der Nacht wird ein 19-Jähriger beschossen. Der Täter war maskiert und ist weiter auf der Flucht.

Author - Mariella Mandurino
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In der Nacht zu Montag wurde ein 19-Jähriger in Schöneberg angeschossen.
In der Nacht zu Montag wurde ein 19-Jähriger in Schöneberg angeschossen.Daniel Karmann/dpa

Wieder Schüsse in Berlin. In der Nacht zu Montag ist ein 19-jähriger Mann in Schöneberg durch einen Schuss ins Bein verletzt worden.

Täter ist noch auf der Flucht

Auf Anfrage des Berliner KURIER bestätigt ein Polizeisprecher den Vorfall. Der junge Mann war gegen 3 Uhr in der Nacht zu Montag gemeinsam mit einem ebenfalls 19-Jährigen in der Herbertstraße unterwegs, als plötzlich ein maskierter Mann aus einem Gebüsch trat und auf die beiden zukam.

Dabei schoss der Unbekannte dem 19-Jährigen ins Bein. Anschließend stieg der Täter in ein Auto und flüchtete.

Der Verletzte schaffte es noch selbstständig, sich zu einer nahe gelegenen Feuerwache zu schleppen. Dort wurde seine Wunde erstversorgt. Später kam der 19-Jährige zur Behandlung in ein Krankenhaus und wurde dort stationär aufgenommen.

Maskierter lauerte nach Café-Besuch auf sein Opfer

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und fahndet nach dem Schützen. Nach B.Z.-Informationen sollen die jungen Männer vor der Tat in einem Café gewesen sein. Auf dem Nachhauseweg soll der Maskierte dem jungen Mann aufgelauert haben.

Immer häufiger kommt es in Berlin zu Schießereien. Diesen Monat gab es bereits vier Fälle, in denen Schusswaffen genutzt wurden. Insgesamt seit Anfang des Jahres kam es zu mindestens fünf Schießereien.

Die Nutzung von Waffen hat in Berlin drastisch zugenommen. Vergangenes Jahr hat sich die Zahl der Schießereien und Drohungen mit Schusswaffen fast verdoppelt.
Die Nutzung von Waffen hat in Berlin drastisch zugenommen. Vergangenes Jahr hat sich die Zahl der Schießereien und Drohungen mit Schusswaffen fast verdoppelt.Paul Zinken/dpa

Zahl der Schießereien hat sich fast verdoppelt

Vergangenes Jahr hat sich die Zahl der Schießereien und Drohungen mit Schusswaffen im Vergleich zu 2024 fast verdoppelt. Das Landeskriminalamt gründete daher im November 2025 die spezielle Einsatzgruppe „Besondere Aufbauorganisation (BAO) Ferrum“.

Die Spezialgruppe ist mit mehreren hundert Einsatzkräften im Stadtgebiet unterwegs, um gegen gewaltbereite Gruppen und Schusswaffenkriminalität vorzugehen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen, mehr Polizeipräsenz sowie Überprüfungen bekannter Treffpunkte und tatverdächtiger Personen.

Im Umfeld dieser Orte werden auch Fahrzeuge kontrolliert, um mögliche Gewalttaten frühzeitig zu verhindern.