Wieder Schüsse in Berlin. Wieder Angst auf den Straßen. Wieder Blaulicht in der Nacht. Obwohl die Polizei mit verstärkten Kontrollen und Razzien gegen die Gewalt vorgeht, häufen sich die Fälle. Autos, Wohnungen, Geschäfte und Lokale werden beschossen. In der Nacht auf Freitag war es Tegel, wo ein Mann in seinem Auto von Kugeln getroffen wurde.
Kugelhagel auf der Buddestraße
Der Mann saß in einer schwarzen Mercedes-S-Klasse und fuhr durch die Buddestraße, als plötzlich mehrere Schüsse fielen. Kugeln trafen ihn in den Oberkörper. Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam zum Stehen und blieb schwer verletzt im Wagen sitzen.
Passanten hörten das Knallen und alarmierten sofort die Polizei. Wenige Minuten später war die Straße voller Einsatzfahrzeuge. Rettungskräfte kämpften um das Leben des Mannes, versorgten ihn noch am Tatort und brachten ihn unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Spurensicherer suchten bis tief in die Nacht nach Patronenhülsen und Einschusslöchern.

Der Angriff ist kein Einzelfall. Seit Tagen häufen sich die Schüsse in der Hauptstadt. In Kreuzberg wurde auf ein Geschäft gefeuert, in Wedding auf eine Shisha-Bar, in Neukölln auf eine Werkstatt. In Köpenick schossen Unbekannte auf eine Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus. Mehrere Kugeln durchbohrten das Holz. Nur weil niemand zu Hause war, gab es keine Verletzten.
Spezialeinheit jagt die Täter
Die Sondereinheit „BAO Ferrum“ hat die Ermittlungen übernommen. Sie wurde speziell zur Bekämpfung von Schusswaffenkriminalität gegründet. Hunderte Beamte sind regelmäßig im Einsatz. Es gibt Razzien, Kontrollen und Festnahmen. Allein in wenigen Monaten wurden zwölf scharfe Waffen und fast 200 Patronen beschlagnahmt.


