Spezialeinheit ermittelt

Täter feuern auf Tür in Köpenick

Nach der Schussattacke in einem Mehrfamilienhaus an der Grünauer Straße hat die Polizei die Ermittlungen übernommen.

Author - Tobias Esters
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Polizeieinsatz (Symbolbild)
Polizeieinsatz (Symbolbild)Udo Herrmann/imago

Berlin Köpenick in Angst. Am Mittwochabend fielen in einem Mehrfamilienhaus an der Grünauer Straße plötzlich mehrere Schüsse. Gegen 21.40 Uhr hörten Anwohner die lauten Knallgeräusche und alarmierten sofort die Polizei. Wenig später rückten Einsatzkräfte in den Südosten von Berlin aus.

Einschusslöcher an der Wohnungstür

In und an der Wohnungstür eines Apartments entdeckten die Beamten mehrere Einschusslöcher. Offenbar hatten ein oder mehrere Unbekannte gezielt auf die Tür geschossen. Zum Glück befand sich zum Tatzeitpunkt niemand in der Wohnung – verletzt wurde niemand.

Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar. Wer geschossen hat und warum, ist derzeit Gegenstand intensiver Ermittlungen. Der Fall wurde an die sogenannte BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin übergeben. Dabei handelt es sich um eine Spezialeinheit zur Bekämpfung von Schusswaffenkriminalität.

Spezialeinheit gegen Waffengewalt auf Berlins Straßen

Die BAO Ferrum wurde im November 2025 eingerichtet, nachdem es in Berlin immer wieder zu Straftaten mit Schusswaffen gekommen war. Sie dient als zentrale Anlaufstelle zur Bewertung und Bekämpfung solcher Delikte. Unter ihrer Führung sind regelmäßig Hunderte Einsatzkräfte in Tages- und Nachtstunden in der Stadt unterwegs, um gewalttätige Gruppen und bewaffnete Täter ins Visier zu nehmen.

Außerdem arbeiten spezielle Fachdienststellen im LKA und in den Direktionen eng zusammen, um illegalen Waffenbesitz und Schusswaffengebrauch konsequent zu verfolgen. Dabei kooperieren sie auch mit der Staatsanwaltschaft Berlin.

Ziel ist es, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen – von Durchsuchungen und Festnahmen bis hin zu Haftbefehlen. Neben strafrechtlichen Maßnahmen setzt die Polizei auch auf Prävention, um weitere Gewalttaten zu verhindern.