Hammer vom DWD

Lebensgefahr! Tornado-Warnung im Osten: Hier droht jetzt übles Wetter

Tornados in Ostdeutschland? Ja! Wenn man dem Wetterdienst glaubt, könnte es jetzt regional zu solchen Wirbelstürmen kommen.

Author - Florian Thalmann
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Unberechenbare Naturgewalt: Am Donnerstag soll es in Teilen Deutschlands Tornados geben, warnt der Deutsche Wetterdienst. Hier wurde einer der Wirbelstürme über dem Bodensee festgehalten.
Unberechenbare Naturgewalt: Am Donnerstag soll es in Teilen Deutschlands Tornados geben, warnt der Deutsche Wetterdienst. Hier wurde einer der Wirbelstürme über dem Bodensee festgehalten.Dr. Christoph Sommergruber/dpa

Man ist vom Wetter ja vieles gewöhnt, doch am Donnerstag könnte die sommerliche Gewittersaison ein ganz neues Leben erreichen. Der Grund: Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor heftigen Unwettern mit Tornados. Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Tornados könnten auch im Osten Deutschlands auftauchen und im wahrsten Sinne des Wortes für Wirbel sorgen. Wir verraten, welche Regionen von den Unwettern nach der Hitze betroffen sind und wo Sie sich jetzt besonders schützen sollten.

Am Donnerstagabend heftige Unwetter und Tornados

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Donnerstagabend vor amtlichen Unwettern in ganz Deutschland. Der Grund: „Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet bei den Britischen Inseln gestaltet das Wetter mit feuchter und mäßig warmer Luft zunehmend wechselhaft“, heißt es in einer Warnmeldung für das Bundesland Thüringen. „Zunehmend wechselhaft“ klingt dabei wie die Untertreibung des Jahres. Die Rede ist von kräftigen Gewittern und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern pro Stunde.

Dazu gesellt sich Starkregen und kleinkörniger Hagel, so die Wetter-Experten. Auch orkanartige Böen seien nicht ausgeschlossen. Die Wetter-Experten warnen ausdrücklich: „Bei kräftigen Schauer- und Gewitterlinien besteht aufgrund der belaubten Bäume und der längeren trockenen Witterungsphase eine erhöhte Gefahr herabfallender Äste oder umstürzender Bäume.“ Und das nicht nur am Donnerstag: Am Freitag soll sich die Serie fortsetzen, wenn auch abgeschwächt.

Tornados können heftige Schäden anrichten. Hier: Ein Wirbelsturm bei Lippstadt beschädigte die Spitze einer Kirche.
Tornados können heftige Schäden anrichten. Hier: Ein Wirbelsturm bei Lippstadt beschädigte die Spitze einer Kirche.dpa/Gentsch

Ein Wetterphänomen, das viele in unseren Breiten gar nicht erwarten würden, sind Tornados. Doch es stimmt: In mehreren Bundesländern wird vor den Wirbelstürmen gewarnt. Auch in Ostdeutschland. Beispiel Thüringen: „Einzelne kurzlebige Tornados“ sind laut Deutschem Wetterdienst nicht ausgeschlossen, schreiben die Experten in ihrer Warnung. Auch deshalb sollte man beim Gang vor die Tür die Warnungen vor herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen ernst nehmen. Denn das bedeutet im Zwiefel: Lebensgefahr!

In diesen Bundesländern gibt es jetzt Tornados

Und Thüringen ist nicht das einzige Bundesland mit Wirbelsturm-Potenzial.  Auch in Sachsen-Anhalt könnte das Wetterphänomen auftreten, hier ist außerdem von Hagelkörnern mit bis zu zwei Zentimetern Durchmesser die Rede.

Auch Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen könnten von dem Wetterphänomen betroffen sein. Überall kommt es aber auch ohne Wirbelstürme zu heftigen Sturm- und Orkanböen, Starkregen und Hagel. Wer am Donnerstag noch etwas zu erledigen hat, sollte also in ganz Deutschland besonders vorsichtig sein.

In ganz Deutschland wird es am Donnerstag und Freitag wieder zu teils heftigen Unwettern kommen.
In ganz Deutschland wird es am Donnerstag und Freitag wieder zu teils heftigen Unwettern kommen.Jason Tschepljakow/dpa

Am Freitag soll sich die Unwetterlage entspannen

Am Freitag wird die Lage dann bundesweit etwas entspannter sein, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. „Vor allem im Norden und in den östlichen Mittelgebirgen örtlich markante Gewitter mit Starkregen über 15 Litern pro Quadratmeter und stürmischen Böen um 65 Kilometer pro Stunde möglich“, so der DWD. Erst am späten Abend lässt die Wetteraktivität nach. Am späteren Abend meist nachlassend. Dafür könnte es in den Alpen noch einmal weiß werden, zumindest ab einer gewissen Höhe. „Freitagfrüh oberhalb 2000 Metern Übergang der Niederschläge in Schnee mit Neuschneemengen zwischen 5 und 10 Zentimetern“, kündigt der DWD an.

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