Haben Sie das Wetter am Wochenende etwas genießen können? Behalten Sie sich die guten Gefühle, die der Sonnenschein bei Ihnen ausgelöst hat. Denn wenn man den Prognosen glaubt, steht die nächste Kältewelle schon in den Startlöchern! In den vergangenen Tagen wurde schon gemeldet, dass es Anfang Mai noch einmal richtig frostig werden kann. Die Kälte könnte jetzt noch früher kommen als gedacht. Grund ist der Polarwirbel. Warum uns sein Verhalten jetzt gefährlich wird.
Polarwirbel bringt die Kälte wieder nach Europa
Schon vor Tagen warnte beispielsweise Meteorologe Dominik Jung davor, dass der Mai statt mit Sonnen-Wonne mit eisiger Kälte beginnen könnte. In einer aktuellen Wetterkolumne benennt er nun auch einen der Gründe: Der Polarwirbel hat sich früher aufgelöst als üblich!
Normalerweise hält er die kalten Luftmassen in den Wintermonaten am Nordpol fest. Doch zerbricht er, kann sich Polarluft ungehindert Richtung Süden ausbreiten. Die Konsequenzen bekommen wir also vermutlich Anfang Mai zu spüren, wenn uns erneut die Eiseskälte heimsucht.
Die aktuellen Wettermodelle springen zwischen unterschiedlichen Prognosen wie wild hin und her, sagte Jung bereits vor Tagen. Allerdings deutete sich die Kälte auch in den vergangenen Tagen schon an. „Die Nächte werden jetzt schon empfindlich kalt, gebietsweise mit leichtem Frost. Und das ist erst die Ouvertüre“, sagte der Wetter-Experte. In der beginnenden Woche sollte es nochmal frühlingshafter werden. Doch was danach auf uns zukommt, wird sich zeigen.

Besonders gefährlich ist das Verhalten des Polarwirbels für unsere Pflanzen. Denn: Viele haben sich auf das erste Frühlingswetter verlassen, sich bereits um Garten und Balkon gekümmert.
Für viele Pflanzen im Garten und auch in der Landwirtschaft könnte ein Kaltlufteinbruch um diese Zeit einen Totalschaden bedeuten. Die Natur stehe aktuell schon voll im Saft, sagte Jung. Sein Tipp: „Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, wartet mit Tomaten, Gurken und Geranien bis etwa zum 16. Mai.“
Zweite Hälfte des Mai soll freundlicher werden
Denn nach der Chance auf Kälte sieht es in der zweiten Hälfte des Monats deutlich freundlicher aus! Die Wahrscheinlichkeit, dass es dann wieder wärmer wird, liege bei mehr als 50 Prozent, eine weitere Kältephase sei also nicht in Sicht. Schon rund um die Eisheiligen ist also im Idealfall Schluss mit dem kalten Wetter. Und das ist gar nicht unüblich, so Jung. Denn statt der klassischen Eisheiligen gebe es in der heutigen Zeit eigentlich eher Temperaturen um die 25 Grad.


