Der Konkurrenzkampf im Kasten der Eisernen fordert sein erstes Opfer. Torwart-Talent Yannic Stein (21) verlässt den 1. FC Union Berlin dauerhaft und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Drittligisten Hansa Rostock.
Rönnow, Raab und Klaus – Stein kommt nicht vorbei
An guten Torhütern mangelt es Union nun wirklich nicht. An Stammkeeper Frederik Rönnow gibt es kein Vorbeikommen, und wenn die Vertreter Matheo Raab oder Carl Klaus ran mussten, hielten sie die Kiste sauber. Ein Luxusproblem im Abstiegskampf – doch für die Talent Stein bedeutete das: Null Aussicht auf Spielzeit. Klarer Fall: Er musste gehen!

Am Mittwochvormittag machten die Köpenicker den Abgang offiziell. Stein, dessen Vertrag noch ein Jahr lief, zieht es an die Ostsee. Zuletzt war er an den Regionalligisten Babelsberg 03 ausgeliehen (elf Spiele, zweimal zu null). Nun will er in der 3. Liga den endgültigen Durchbruch schaffen.
„Union und Berlin waren viele Jahre mein Zuhause“, sagte Stein auf der Website der Eisernen. „Aber die Leihen haben mir gezeigt, wie wichtig regelmäßige Spielpraxis für mich ist.“ Nun will er mehr Verantwortung übernehmen. Bei Hansa ist nach den Abgängen von Stammkeeper Benjamin Uphoff und dessen Vertreter Max Hagemoser reichlich Platz im Torhüterteam.

Heldt erfüllt Wechselwunsch
Der Abschied erfolgt ohne böses Blut. Unions Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, erklärt: „Die Leihstationen haben ihm wichtige Erfahrungen gebracht, gleichzeitig war klar, dass er für seinen nächsten Schritt dauerhaft Spielzeit auf hohem Niveau benötigt. Wir haben seinen Wunsch nach einer neuen Herausforderung nachvollzogen und gemeinsam eine Lösung gefunden, die für alle Seiten sinnvoll ist.“


