Das ging schnell! Nur wenige Tage nach dem Saisonende hat der 1. FC Union Berlin seine Trainerfrage bei den Männern geklärt: Mauro Lustrinelli übernimmt von Marie-Louise Eta. Viele Fans hätten die sympathische Trainerin nach starken sieben Punkten aus den letzten drei Spielen gern weiter an der Linie gesehen. Das können sie in Köpenick aber weiterhin bei den Frauen.
Die 33-Jährige übernimmt das Team von Ailien Poese und soll für den nächsten Entwicklungsschritt sorgen. Nach Platz neun in der Premierensaison in der Bundesliga formulierte Dirk Zingler in dieser Woche ein offensives Ziel: „Wir wollen ins erste Drittel“, sagt der Präsident um Rahmen der Mitgliederversammlung – und macht damit klar: Union hat im Frauenfußball noch einiges vor.
1. FC Union Berlin ist bester Aufsteiger
Dabei lief die erste Saison eigentlich solide. Bester Aufsteiger, Klassenerhalt – Haken dran. Doch intern hätte man sich ein paar Punkte mehr und eine etwas bessere Platzierung gewünscht – genau das soll jetzt mit Marie-Louise Eta gelingen. Und dafür wird investiert!
Mit Jill Janssens kam bereits Verstärkung aus Hoffenheim, mit Lisanne Gräwe (Eintracht Frankfurt) folgte in dieser Woche die erste deutsche Nationalspielerin des Vereins. Ein Ausrufezeichen! Denn: Noch gehört Union nicht zu den ganz großen Adressen im Frauenfußball. „Wir müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten“, gibt Zingler offen zu.
Doch die scheint zu wirken! Schon das nächste Transfer-Gerücht hat es in sich. Laut Bild könnte auch Nationalspielerin Jella Veit von Eintracht Frankfurt an die Alte Försterei wechseln. Ihr Vertrag läuft aus – Union soll wohl das Ziel der 21-Jährigen sein. Eine Verpflichtung der Eisernen wäre der nächste Coup.
Die Abwehrspielerin gilt als eines der größten Talente Deutschlands. Stammkraft in Frankfurt, Debüt in der Nationalmannschaft, WM-Quali gespielt – Veit ist auf dem Sprung nach ganz oben. Und vielleicht bald im Union-Trikot.

Brisant: Es wäre bereits der sechste Wechsel einer Spielerin von Frankfurt nach Berlin seit Sommer 2024! In den sozialen Netzwerken brodelt es bei der SGE bereits. Fans schimpfen über die eigene Vereinsführung – und schauen neidisch nach Köpenick.
Dort bastelt man derweil weiter am großen Plan. „Wir bauen eine zweite starke Säule auf“, sagt Zingler. Und die heißt bei den Eisernen professioneller Frauenfußball – mit großen Zielen. Sogar von zweimal 40.000 Zuschauern träumt der Boss langfristig im ausgebauten Stadion.
Erfolg als Schlüssel für mehr Zuschauer
Und Zingler nennt auch den Schlüssel für dieses ambitionierte Ziel: Erfolg. Denn anders als bei den Männern muss sich die Fan-Bindung bei den Frauen erst noch entwickeln. „Erfolge machen das Stadion voller“, weiß Zingler. Genau dafür soll jetzt Marie-Louise Eta sorgen.


