Für die kommende Saison sucht der 1. FC Union Berlin einen neuen Trainer. Der 1. FC Köln, auf den die Eisernen am Sonnabend (15.30 Uhr) in der Alten Försterei treffen, hat das gleiche Problem – den neuen Mann aber womöglich schon gefunden. René Wagner soll Köln erst zum Klassenerhalt führen und anschließend weiterentwickeln. Besonders brisant: Der 37-Jährige hat eine Union-Vergangenheit.
Baumgart brachte Wagner mit
Als Steffen Baumgart im Januar 2025 Trainer bei Union wurde, brachte er Wagner als Assistent mit. In Paderborn, Köln und beim Hamburger SV hatten sie schon zusammengearbeitet, Baumgart schätzte die Expertise und Loyalität des gebürtigen Dresdners enorm.

Nach insgesamt 19 Spielen und dem geschafften Ligaverbleib zog es Wagner aber zurück in die Domstadt. Co-Trainer unter Lukas Kwasniok, das reizte ihn offenbar mehr als ein Engagement in der zweiten Reihe bei Union. Dass er auch als Chef eine gute Figur abgab, hatte er zuvor schon beim Spiel gegen den FC Bayern (1:1) gezeigt. Da vertrat er den gesperrten Baumgart an der Seitenlinie. Engagiert, lautstark – und mit gutem Draht zu seinen Spielern.
Wer weiß, wie sich Wagners Weg an der Wuhle nach der Entlassung von Baumgart weiter fortgesetzt hätte? Womöglich wäre er es gewesen, der Union in die letzten Wochen der Saison geführt hätte. So aber steht Marie-Louise Eta in der Verantwortung, die gegen Köln nach den Pleiten gegen Wolfsburg (1:2) und in Leipzig (1:3) endlich ihren ersten Sieg als Profitrainerin feiern will.

