Dieses 1:1 hallt nach. Zwei Ex-Berliner schreiben am Sonntag Premier-League-Geschichte – und lösen ein Beben aus. Ein Treffer, eine schnelle Antwort und ein großer Name am Boden. Am Ende kostet dieses Spiel einen Trainer den Job.
Brenden Aaronson und Matheus Cunha. Zwei Namen, zwei Karrieren, zwei kurze Kapitel in Berlin – und jetzt vereint in einem Moment, der die Premier League erschüttert. Am Sonntag treffen der Ex-Unioner und der frühere Hertha-Star aufeinander. Und liefern die Szenen, die bei Manchester United alles kippen lassen.
Aaronson trifft für Leeds, Cunha gleicht aus – und Manchester United gerät ins Wanken
Aaronson, von 2023 bis 2024 beim 1. FC Union unter Vertrag, bringt Leeds United in Führung. Nach 62 Minuten steht der Amerikaner goldrichtig und schiebt zum 1:0 ein. Sein zweites Saisontor. Aaronson lebt – wieder. Unter dem deutschen Trainer Daniel Farke genießt er trotz aller Unkenrufe vor Saisonbeginn Vertrauen, Spielzeit, Verantwortung. 13 Startelf-Einsätze in 19 Spielen sprechen eine klare Sprache.

Doch die Freude währt kurz. Nur drei Minuten später meldet sich Matheus Cunha. Der frühere Star von Hertha BSC, der Berlin einst verzückte und dann weiterzog, trifft und gleicht aus. 1:1. Für Cunha ist es bereits das vierte Tor im United-Trikot – nach einem Sommertransfer über satte 74 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers.
Zwei Ex-Berliner sorgen für ein 1:1, das die Premier League erschüttert und Folgen hat
Was für Leeds ein Punktgewinn ist, wird für Manchester United zum Wendepunkt. Am Montagmorgen ziehen die Red Devils die Reißleine. Trainer Ruben Amorim muss gehen. Der Portugiese war erst vor gut einem Jahr für elf Millionen Euro von Sporting Lissabon losgeeist worden. Platz sechs, Champions-League-Reichweite – trotzdem Schluss. United wirkt weiter nervös, unruhig, zerrissen.

Für Aaronson dagegen sieht die Welt wieder heller aus. Leeds steht als Aufsteiger mit 22 Punkten komfortabel da, acht Zähler vor dem Abstiegsplatz. Der Klassenerhalt ist greifbar – auch dank Aaronson, der im Sommer eigentlich verkauft werden sollte.
Das Remis gegen Leeds kostet United den Trainer – nach einem Spiel voller Dramatik
Und Cunha? Der liefert. Tore, Tempo, Wucht. In Manchester trägt er Verantwortung – und kann das Beben beim Riesenklub nicht verhindern.



