Union-Legende Steffen Baumgart (r.) beim BVB-Spiel der Eisernen im Gespräch mit Pressesprecher Christian Arbeit Imago

Baumi bleibt eisern. Entsprechend gut gefiel Steffen Baumgart der Besuch in der Heimat. Der Cheftrainer des 1. FC Köln verbrachte den freien Sonntag an der Wuhle, verfolgte das Spiel des 1. FC Union gegen den BVB im Stadion und war anschließend trotz der 0:3-Pleite voll des Lobes. Leistung, Kruse-Verkauf, Stimmung: Baumi hebt Union in den Himmel.

Baumgart glaubt an Union

„Ich glaube, Dortmund hat nicht unverdient gewonnen. Aber Union zeichnet eben aus, dass die Mannschaft 0:3 hinten liegt und das Stadion trotzdem feiert. Das ist Union“, erklärte Baumi begeistert im Gespräch mit Norwegens Ex-Bundesliga-Stürmer und heutigem TV-Experten Jan Aage Fjörtoft.

Ob den Eisernen nach der zweiten eisernen Niederlage in Folge nun der Absturz droht? Baumgart schüttelte energisch den Kopf und nimmt den Zweiflern den Wind aus den Segeln: „Daran wird das heutige Spiel nichts ändern. Sie spielen gut und müssen einfach weitermachen. Das ist das Entscheidende. Und das werden sie auch bis zum Ende weiterspielen.“

Der Grund für die fabelhafte eiserne Reise der vergangenen Jahre ist für Baumgart klar: Trainer Urs Fischer. Baumi: „Urs hat da einen ganz großen Anteil dran. Man sieht das bereits über einen längeren Zeitraum sehr gut. Das ist einfach Kontinuität.“

Baumgart lobt Fischer und Kruse-Verkauf

Dass Union sich nicht verbiegen lässt und somit auch dem Wechsel von Starspieler Max Kruse zugestimmt hat, der zuletzt mit Kritik an Fischer für weiteren Wirbel gesorgt hatte, findet der ehemalige Mittelstürmer absolut richtig. Baumgart: „So wie es passiert ist, so ist das im Moment im Fußball und so ist es okay. Wenn man diese Möglichkeit hatte, finde ich das von beiden Seiten gut.“

Zur Erinnerung: Union kassierte Ende Januar für den im Sommer 34 Jahre alt werdenden Kruse, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, satte fünf Millionen Euro vom VfL Wolfsburg. Baumgart: „Das ist eine Win-win-Situation und Union steht gut da. Sie erreichen ihre Ziele und im Sommer hätte man einen Spieler ablösefrei verloren. So macht man es richtig.“

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