Auch wenn es gegen Dortmund nicht gereicht hat, die Union-Profis gaben gegen Deutschlands Nummer 2 niemals auf. Das lässt hoffen. dpa/Andreas Gora

Ich kann sie förmlich schon hören, die Apologeten des Absturzes. Einen Spieltag zuvor hätte Union auf Rang drei springen können. Zwei Niederlagen weiter sind sie nur noch Siebter. Und natürlich wird das alles jetzt wieder mit Max Kruse in Verbindung gebracht. Oder besser gesagt seinem Fehlen.

Doch Letzterer ist nun mal in Köpenick Geschichte und kommt auch nicht mehr zurück. Zudem hat er sich mit seinen Andeutungen zu Urs Fischer und fehlender Chemie im Südosten der Stadt selbst in Abseits gestellt. Fischer ist nun mal sakrosankt bei den Eisernen. Folglich hat sich Kruse damit keinen Gefallen getan. Over and out!

Union ist punktgleich mit dem Vierten aus Leipzig

Doch Absturz? Was ist denn bitte schön passiert? Das war Dortmund, nicht irgendwelche Laufkundschaft.  Union ist jetzt also Siebter! Puntgleich mit den vor ihnen liegenden Leipzigern, Hoffenheimern und Freiburgern. 17 Tore trennen sie von der Champions League. Hach wie bitter. In so einer Situation wäre manch anderer  Verein gerne. Auch einer aus Berlin. Und im Vergleich zum Vorjahr haben die Köpenicker einen Zähler mehr erobert. Warum also Trübsal blasen?

Zwei Niederlagen in Folge sind auch kein Weltuntergangszenario. Das passiert in der Bundesliga jedem Klub im Lauf einer Saison. Mit Ausnahme der Bayern oder der Dortmunder vielleicht.

Unions nächste Gegner sind wieder auf Augenhöhe

Und wer die Vorstellung der ersatzgeschwächten Köpenicker gegen die Borussen gesehen hat, dem kann eigentlich nicht Bange werden. Omikron hatte Fischer um  Optionen gebracht. Rani Khedira fehlte ja auch noch.

Groß bemerkbar machte sich das nicht. Und ja, Dortmunds Sieg ging schon Ordnung. Vielleicht war er ein Tor zu hoch. Doch Union stemmte sich die ganze Zeit dagegen. Typisch eisern eben. Wer weiß, was passierte wäre, wenn es einen Anschlusstreffer gegeben hätte. Dortmunds Herrlichkeit war nicht in Zement gegossen.

Also Mund abputzen, weitermachen. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Immer kann die Kugel ja auch nicht vorbeifliegen. Die kommenden Gegner sind wieder auf Augenhöhe. Wetten, dass die Eisernen nicht durchgereicht werden ...

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