Milliarden für nix

Ex-Union-Star Awoniyi schießt Top-Klub ins Chaos

Der Ex-Stürmer des 1. FC Union Berlin trifft gegen Tottenham Hotspur. Den Londonern droht damit trotz Milliarden-Ausgaben der Abstieg aus der Premier League.

Author - Sebastian Schmitt
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Ex-Union-Stürmer Taiwo Awoniyi jubelt über sein Premier-League-Tor gegen Tottenham Hotspur.
Ex-Union-Stürmer Taiwo Awoniyi jubelt über sein Premier-League-Tor gegen Tottenham Hotspur.Elli Birch/imago

Er war einst der Hoffnungsträger in Köpenick – jetzt wird er zum Albtraum für einen Premier-League-Giganten. Taiwo Awoniyi trifft im Abstiegskracher für Nottingham Forest und stößt Tottenham Hotspur tiefer in die Krise. Während in London das Chaos wächst, zeigt der Ex-Unioner, warum ihn die Eisernen nie vergessen haben.

Tottenham versinkt im Abstiegskampf

Es ist der Moment, den Tottenham-Fans vielleicht nie mehr vergessen werden. Taiwo Awoniyi (28) lauert im Strafraum auf die Hereingabe, der Ball springt ihm vor die Füße – und dann macht er das, was er schon beim 1. FC Union Berlin perfektioniert hat: Er vollstreckt. Hart. Direkt. Ohne Zögern.

Sein Treffer beim 3:0-Sieg von Nottingham Forest gegen Tottenham ist mehr als nur ein Tor. Es ist ein Stich ins Herz eines Top-Klubs, der sich selbst nicht mehr wiedererkennt.

Milliarden-Ausgaben ohne Wirkung

Tottenham taumelt. Tabellenplatz 17. Weiter kein Premier-League-Sieg im Jahr 2026. Zahlen, die brutal wirken – und genau das sind sie auch.

Ex-Bundesliga-Star Xavi Simons droht mit Tottenham Hotspur der Abstieg aus der Premier League.
Ex-Bundesliga-Star Xavi Simons droht mit Tottenham Hotspur der Abstieg aus der Premier League.Imago

Dabei pumpten die Spurs in den letzten Jahren rund eine Milliarde Euro in den Kader. Ex-Bundesliga-Stars wie Xavi Simons, Mathys Tel, Joao Palhinha oder Randal Kolo Muani sollten den Klub zurück an die Spitze führen. Doch auf dem Platz zerfällt alles.

Awoniyi nutzt seine Chance eiskalt

Igor Tudor ist der fünfte Spurs-Trainer in vier Jahren. Seit dem Abschied von Superstar Harry Kane taumelt der einst so stolze Klub nur noch durch die Premier League.

Ein Krisenmodus, den auch Awoniyi gut kennt. Seit seinem 22-Millionen-Euro-Wechsel nach England läuft es bei ihm nicht mehr rund. Awoniyi: „Leider habe ich in den letzten anderthalb Jahren nicht viel gespielt. Vielleicht ist das der Grund, warum die Tore ausgeblieben sind.“

Union fehlt seit Awoniyi ein echter Knipser

Fakt ist: Sein Treffer gegen Tottenham ist erst sein zweites in dieser Saison. Aber eines, das Gewicht hat. Denn es zeigt: Dieser Stürmer kann Spiele entscheiden – auch wenn es nicht läuft.

In Köpenick wissen sie das längst. 25 Tore in 65 Spielen. Wucht. Tempo. Instinkt. Eigenschaften, die Union bis heute fehlen. Während die Spurs im Chaos versinken, sendet Awoniyi ein Lebenszeichen. Leise. Aber wirkungsvoll.

Und irgendwo an der Alten Försterei dürfte man sich denken: Genau so einen könnten wir gerade auch gebrauchen.