Der 1. FC Union Berlin hat sich gerade erst Luft verschafft – und jetzt wartet der größte Brocken der Liga. Auswärts beim FC Bayern München (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky). Eine Aufgabe, die eigentlich unmöglich wirkt. Eigentlich. Denn diesmal spricht überraschend viel für die Eisernen. Und plötzlich wirkt die Sensation gar nicht mehr so verrückt.
Bayern ohne Stars – Unioner wittern ihre Chance
Geht da was? Und wie!
Der 1. FC Union Berlin fährt nach München – und hat plötzlich mehr Argumente auf seiner Seite, als man denkt. Klar, die Bilanz spricht brutal gegen die Eisernen: kein Sieg in 13 Bundesliga-Duellen, nur fünf Remis, neun Pleiten. 12:34 Tore. Ernüchternd.
Die Bilanz ist brutal, das Gefühl diesmal anders
Und trotzdem: Dieses Spiel fühlt sich anders an.

Grund 1: Bayern fehlt Manuel Neuer. Der Weltklasse-Keeper muss weiter passen. Stattdessen stehen mit Jonas Urbig oder sogar Ex-Unioner Leonard Prescott (16) zwei Optionen bereit, die Respekt verdienen – aber keine Angst einjagen. Für Union ist das ein Vorteil.
Kane rettete Bayern– kippt das Spiel diesmal?
Grund 2: Die Offensive der Bayern ist geschwächt. Nicolas Jackson und Luis Diaz fehlen gesperrt. Zwei Unterschiedsspieler raus. Das ärgert die Bayern – und öffnet Räume für Union.

Grund 3: Die Belastung. Bayern kommt aus der Champions League, musste Dienstagabend gegen Atalanta Bergamo ran. Und Union? Trainer Steffen Baumgart hatte eine sonnige Trainingswoche in Köpenick. Frischer. Klarer. Bereiter.
Augsburg machte es vor – jetzt will Union nachziehen
Grund 4: Die Erinnerung. Das Pokalspiel (2:3) und vor allem das Bundesliga-Hinspiel im Stadion An der Alten Försterei (2:2). Union war drauf und dran, Bayern zu knacken. Erst ein später Treffer von Harry Kane (90.+3) ließ den Favoriten mit einem blauen Auge davonkommen. Dieses Gefühl bleibt. Das Wissen auch: Union kann sie packen.
Grund 5: Augsburg hat es vorgemacht. 2:1 im Januar in der Allianz Arena. Der Rekordmeister ist also verwundbar. Und was Augsburg kann, kann auch Union.



