Da kiekste, wa?

Die schönste Nachricht in Krisenzeiten: Union Berlin schlägt den FC Bayern!

Sperren, Stress, Sensation: Sechs Gründe, warum der erste Sieg in München diesmal möglich ist.

Author - Sebastian Schmitt
Teilen
Ilyas Ansah und Leopold Querfeld jubelten in dieser Saison bereits über vier Treffer gegen den FC Bayern. Jetzt sollen weitere Tore in München folgen.
Ilyas Ansah und Leopold Querfeld jubelten in dieser Saison bereits über vier Treffer gegen den FC Bayern. Jetzt sollen weitere Tore in München folgen.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Der 1. FC Union Berlin hat sich gerade erst Luft verschafft – und jetzt wartet der größte Brocken der Liga. Auswärts beim FC Bayern München (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky). Eine Aufgabe, die eigentlich unmöglich wirkt. Eigentlich. Denn diesmal spricht überraschend viel für die Eisernen. Und plötzlich wirkt die Sensation gar nicht mehr so verrückt.

Bayern ohne Stars – Unioner wittern ihre Chance

Geht da was? Und wie!

Der 1. FC Union Berlin fährt nach München – und hat plötzlich mehr Argumente auf seiner Seite, als man denkt. Klar, die Bilanz spricht brutal gegen die Eisernen: kein Sieg in 13 Bundesliga-Duellen, nur fünf Remis, neun Pleiten. 12:34 Tore. Ernüchternd.

Die Bilanz ist brutal, das Gefühl diesmal anders

Und trotzdem: Dieses Spiel fühlt sich anders an.

Im Hinspiel in Köpenick jubelte der 1. FC Union Berlin gegen den FC Bayern München über ein 2:2.
Im Hinspiel in Köpenick jubelte der 1. FC Union Berlin gegen den FC Bayern München über ein 2:2.IMAGO/Matthias Koch

Grund 1: Bayern fehlt Manuel Neuer. Der Weltklasse-Keeper muss weiter passen. Stattdessen stehen mit Jonas Urbig oder sogar Ex-Unioner Leonard Prescott (16) zwei Optionen bereit, die Respekt verdienen – aber keine Angst einjagen. Für Union ist das ein Vorteil.

Kane rettete Bayern– kippt das Spiel diesmal?

Grund 2: Die Offensive der Bayern ist geschwächt. Nicolas Jackson und Luis Diaz fehlen gesperrt. Zwei Unterschiedsspieler raus. Das ärgert die Bayern – und öffnet Räume für Union.

Superstar Harry Kane (l.) und der FC Bayern München wissen bereits, wie schwer es gegen den 1. FC Union Berlin sein kann.
Superstar Harry Kane (l.) und der FC Bayern München wissen bereits, wie schwer es gegen den 1. FC Union Berlin sein kann.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Grund 3: Die Belastung. Bayern kommt aus der Champions League, musste Dienstagabend gegen Atalanta Bergamo ran. Und Union? Trainer Steffen Baumgart hatte eine sonnige Trainingswoche in Köpenick. Frischer. Klarer. Bereiter.

Augsburg machte es vor – jetzt will Union nachziehen

Grund 4: Die Erinnerung. Das Pokalspiel (2:3) und vor allem das Bundesliga-Hinspiel im Stadion An der Alten Försterei (2:2). Union war drauf und dran, Bayern zu knacken. Erst ein später Treffer von Harry Kane (90.+3) ließ den Favoriten mit einem blauen Auge davonkommen. Dieses Gefühl bleibt. Das Wissen auch: Union kann sie packen.

Grund 5: Augsburg hat es vorgemacht. 2:1 im Januar in der Allianz Arena. Der Rekordmeister ist also verwundbar. Und was Augsburg kann, kann auch Union.

Baumgart und Union wollen Bayern-Fluch ablegen

Grund 6: Steffen Baumgart. Als Spieler hat er die Bayern mit Hansa Rostock geschlagen. Mehrfach. Jetzt will er es als Coach schaffen, was ihm bisher in zwölf Anläufen nicht gelang. Aber vielleicht ist genau jetzt der Moment.