Marco Grote wurde bundesweit bekannt, als er beim 1. FC Union Berlin gleich zweimal als Feuerwehrmann einsprang. Eigentlich betreute er die U19, doch nach den Trennungen von Urs Fischer und später Nenad Bjelica übernahm er gemeinsam mit Marie-Louise Eta interimsweise die Profis – und rettete die Eisernen jeweils vor dem Absturz.
Der gebürtige Bremer bringt reichlich Erfahrung mit. Nach Stationen als Spieler bei Werder Bremen, dem FC Bremerhaven, VfB Oldenburg und dem Hamburger SV wechselte er früh auf die Trainerbank. Im Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen arbeitete er jahrelang mit Talenten, später folgten Stationen beim VfL Osnabrück, dem griechischen Erstligisten Apollon Smyrnis und schließlich Union Berlin.
Neustart in Jena nach langer Pause
Nach seinem Abschied aus Köpenick zum Ende der Saison 2024/25 wurde es ruhig um Grote. Jetzt ist die Pause vorbei: Der 53-Jährige übernimmt den FC Carl Zeiss Jena. Die Thüringer wollen nach der knapp verpassten Meisterschaft in der Regionalliga Nordost den nächsten Anlauf Richtung 3. Liga starten.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Schließlich holt Jena einen Trainer, der bereits auf Bundesliga-Niveau Verantwortung übernommen hat. „Marco bringt viel Erfahrung mit und passt exakt in unser Anforderungsprofil“, erklärt FCC-Sportdirektor Miroslav Jovic.
Große Aufgabe bei Traditionsverein
Grote weiß, worauf er sich einlässt. „Das ist ein großer Traditionsclub mit großen Trainernamen“, sagt er und nennt Legenden wie Hans Meyer oder Wolfgang Frank. Entsprechend groß ist der Druck – aber auch die Vorfreude.
Fußballerisch verspricht der neue Coach einen mutigen Ansatz. „Ich denke offensiv und mutig“, betont der ehemalige Verteidiger. Seine Mannschaft soll mit aktivem Kombinationsspiel auftreten und nicht darauf warten, was der Gegner macht. Grundlage bleibe zwar eine stabile Defensive, doch Grotes Philosophie ist klar: angreifen statt verwalten.


