35 Jahre lang waren sie das vielleicht eingespielteste Ermittlerduo der Republik. Jetzt ist Schluss: Miroslav Nemec (71) und Udo Wachtveitl (67) verabschieden sich aus dem Münchner „Tatort“. An Ostern zeigt das Erste ihren allerletzten Fall. Mit der Doppelfolge endet ein Stück Fernsehgeschichte.
Nach der Doppelfolge kommt eine Doku über das Duo
„Unvergänglich“ heißt der finale „Tatort“-Zweiteiler, der am 5. und 6. April jeweils um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. 100 Folgen haben die beiden Hauptdarsteller in dreieinhalb Jahrzehnten gedreht, eine Milliarde Zuschauer erreicht. Zahlen, die man heute kaum noch schafft. Und weil ein Abschied dieser Größenordnung nicht ohne Extras auskommt, sendet das Erste am Ostermontag direkt im Anschluss die Doku „Batic und Leitmayr – die zwei vom ‚Tatort‘ sagen Servus“.
Passend zum echten Leben steuern die Kommissare im Film auf ihre Pension zu. Ihr letzter Fall beginnt mit einer verbrannten Frauenleiche tief unten in einem U‑Bahn-Schacht. Vier Tage bleiben ihnen, um das Rätsel zu lösen. Ob das reicht? Oder müssen die beiden sogar im Ruhestand weiterermitteln?

Gastauftritte von Stars im „Tatort“
Zur Nostalgie gehört auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Lisa Wagner, Michael Fitz und andere Weggefährten tauchen noch einmal auf. Dramaturgisch manchmal etwas bemüht, aber als liebevolle Verbeugung vor 35 Jahren „Tatort“-Geschichte durchaus charmant.
Die Geschichte von Batic und Leitmayr begann 1991 mit der Folge „Animals“ (dt. „Tiere“). „Die Mauer war so gerade gefallen, als der BR uns für wenigstens sechs Folgen verpflichten wollte“, erinnert sich Wachtveitl. „Das war uns viel zu lang, viel zu unübersichtlich. Man einigte sich auf das berühmte ‚Jetzt schau’n mer mal‘ … Und dann haben wir geschaut, über 30 Jahre lang. Die Zuschauer auch, zum Glück.“
Es folgten Dutzende Fälle: „Liebe, Sex und Tod“, „Starkbier“, „Viktualienmarkt“, „Die letzte Wiesn“. Sieben Assistenten verschlissen sie, dazu gab es Gastauftritte von Rio Reiser, Bela B., Rudolph Moshammer, Karl Moik und den Toten Hosen.


