Er ist klein, unscheinbar und sorgt trotzdem für große Verwirrung: der waagerechte Querstrich auf vielen Straßenschildern. Tausende Autofahrer rauschen täglich daran vorbei und nur die wenigsten wissen, was der Querstrich überhaupt bedeutet.
Was zeigt der Querstrich Autofahrern an?
Dieser Strich, von vielen einfach als Deko wahrgenommen, kommt sowohl auf gelben als auch auf blauen sogenannten Vorwegweisern vor. Und er hilft, sich rechtzeitig korrekt einzuordnen. Wer das System versteht, kann stressfreier und sicherer fahren.
Im deutschen Verkehrsrecht ist die Farbe der Wegweiser kein Zufall, sondern folgt einem klaren System: Gelbe Schilder zeigen Ziele im Nah- und Regionalverkehr an, also Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Blaue Schilder stehen für Autobahnen und damit für den Fernverkehr.

Auf beiden Schilder-Varianten kann ein Querstrich auftauchen. Auf gelben Schildern ist er schwarz, auf blauen Autobahnschildern weiß. Und seine Bedeutung ist immer dieselbe.
Der Querstrich trennt zwei Fahrziele und zeigt an, wie sich die Fahrspuren nach der Abfahrt aufteilen. Das bedeutet: Autofahrer, die Ziele oberhalb des Strichs haben, sollten rechtzeitig auf die linke Spur wechseln. Fahrer mit Zielen unterhalb des Strichs sind auf der rechten Spur richtig.
Das klingt simpel. Doch wer es nicht weiß, steht oft erst in der Ausfahrt vor der Gabelung und muss hektisch die Spur wechseln. Genau das soll der Strich verhindern.
Warum ist der Querstrich so wichtig?
Viele Abfahrten verzweigen sich heute schon wenige Meter nach Beginn der Ausfahrt. Wer da nicht vorbereitet ist, landet schnell auf der falschen Spur oder muss hektisch wechseln. Der Querstrich ist also ein Frühwarnsystem: Er sagt an, wo man sich einordnen muss, bevor man überhaupt abbiegt.
Gerade an unübersichtlichen Anschlussstellen oder bei dichtem Verkehr kann die Information entscheidend sein. Auch Fahrlehrer weisen ihre Schüler darauf hin. Nur scheinen viele Autofahrer diese Lektion später vergessen zu haben.


