Sie ist eine derbekannten Sportmoderatorinnen Deutschlands, ihr Schicksal bewegte Millionen Menschen: Nach einer Operation am Gehirn lag Monica Lierhaus im Jahr 2009 über Monate im künstlichen Koma, musste sich danach Stück für Stück zurück ins Leben kämpfen. Im Interview packt sie nun darüber aus, wie es ihr damals ging – und wie sie sich fühlte.
Aneurysma im Gehirn von Monica Lierhaus platzte
Bei der Operation war es zu Komplikationen gekommen, Monica Lierhaus lag über Monate im künstlichen Koma. Ein Aneurysma in ihrem Gehirn war geplatzt, in der Folge erlitt sie schwere Hirnblutungen. Im Podcast „Wie geht’s? mit Robin Gosens“ erzählte sie jetzt von der damaligen Zeit – und schockt mit ihren Aussagen.
„Ich war wie eine lebende Leiche“, sagt die 55-Jährige jetzt. Ihrer Familie sei geraten worden, sich von ihr zu verabschieden. Doch sie wachte wieder auf – und kämpfte sich über weitere acht Monate bei einer Reha zurück ins Leben. Zu Beginn konnte sie kaum sprechen, sich nicht bewegen. Doch Monica Lierhaus gab nicht auf. Inzwischen ist sie auch wieder zurück beim Fernsehen, arbeitete etwa beim Sportsender Sky und gehört seit 2023 zum Sportteam von „RTL Aktuell“.

Doch sie ging durch schwere Zeiten, berichtet Monica Lierhaus. „Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert“, sagt sie zu ihrer Reha. Sie habe das Ziel gehabt, auf ihren eigenen Beinen die Reha zu verlassen. Doch der Umgang der Menschen mit ihr war nicht schön, auch wenn sie ihr Ziel erreichte. „Ich bin angeglotzt worden, ich bin angeguckt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe. Es war wirklich schlimm.“
Nach der Operation: So geht es Monica Lierhaus heute
Heute geht es der Sportmoderatorin wieder wesentlich besser, doch manche Einschränkungen sind geblieben. „Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann“, sagt sie. „Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran.“ Sie sei heute vor allem zufrieden, wenn sie arbeiten könne – und auch die Tatsache, dass sie inzwischen ohne Schmerzen leben kann, mache sie glücklich. (mit dpa)




