Der langjährige DSDS-Juror Dieter Bohlen. Foto: dpa/Henning Kaiser

Nach der 18. Staffel will DSDS ohne den einstigen Chef-Juror Dieter Bohlen weitermachen. Doch offenbar kommt das Ende nun früher als von RTL geplant. In einer offiziellen Mitteilung teilt der Sender mit dass der 67-Jährige für die beiden geplanten Liveshows krankheitsbedingt ausfalle.

DSDS: Halbfinale und Finale ohne Dieter Bohlen

Schon direkt nachdem bekannt geworden war, dass sich RTL von Bohlen trennt, war darüber spekuliert worden, ob der offenkundig gekränkte Pop-Titan womöglich noch in dieser DSDS-Staffel alles hinschmeißen könnte. Und auch, wenn es in der offiziellen Kommunikation ganz anders aussieht, scheint es nun so zu kommen. In jedem Fall ist das Ergebnis das gleiche: In den beiden Live-Shows, die das Halbfinale und das Finale der 18. Staffel bilden, wird Dieter Bohlen nicht in der Jury sitzen. Klar ist damit auch: Die am vergangenen Samstag ausgestrahlte Folge von DSDS war die letzte, in der der sogenannte Pop-Titan als Jury-Chef bei „Deutschland sucht den Superstar“ auftritt.

Aktuell prüft der Sender noch, ob für das Halbfinale, das am Samstag live übertragen wird, ein Juror nachverpflichtet wird. Sollte das nicht klappen, würden die DSDS-Kandidaten in den Live-Shows, nachdem nach den Castings bereits der ehemalige Schlagersänger Michael Wendler aus der Jury geworfen wurde, alleine von Maite Kelly und Mike Singer bewertet werden.

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„Wir bedauern Dieters krankheitsbedingte Absage sehr und wünschen ihm alles Gute und eine schnelle Genesung“, lässt sich RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm in einer Mitteilung zitieren. „Die neun Final-Teilnehmer müssen jetzt ohne Dieters Begleitung um den Sieg singen. Dafür sind sie bestens vorbereitet. Maite und Mike haben bislang einen sehr guten Job gemacht und werden auch die Live-Shows allein stemmen.“ Moderiert werden die beiden Live-Shows, die in Duisburg steigen, an diesem und am nächsten Samstag von Oliver Geissen. 

Die Dieter Bohlen-Ära bei DSDS endet früher als gedacht

Damit endet die Ära Dieter Bohlen bei DSDS noch plötzlicher als ohnehin schon, nachdem RTL vor knapp zwei Wochen in einer hölzern formulierten Pressemitteilung bekanntgab, dass die nächste Staffel DSDS ohne den bisherigen Chef-Juror stattfinden sollte. Bohlen selbst hatte sich bislang selbst nicht zu diesem Thema geäußert. In der Bild kam allerdings regelmäßig eine nicht näher benannte Freundin des 67-Jährigen zu Wort, die klar machte, dass Bohlen mit der Entscheidung nicht einverstanden sei.

Seither wurde kräftig über mögliche Gründe für die Trennung spekuliert. Eine Neuausrichtung von DSDS, die von dem neuen RTL-Geschäftsführer Henning Tewes vorangetrieben worden sein soll, dem die oft verächtlichen Kritiken Bohlens nicht mehr zeitgemäß erschienen, wird ebenso genannt, wie finanzielle Differenzen

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RTL steht in diesem Sommer vor der schwierigen Aufgabe, nicht nur Dieter Bohlen zu ersetzen, sondern die ganze Show neu zu erfinden, ohne dabei zu viele klassische DSDS-Fans zu verprellen. Denn eines ist klar: Sollte es wirklich um eine Neuausrichtung gehen, der Dieter Bohlen mit seiner verächtlichen Art, Kandidaten zu beurteilen, im Wege stehen würde, müsste der Sender auch bei Casting, Redaktion und Schnitt ordentlich durchgreifen. Schließlich spielte es Bohlen bei seinen fiesen Kritiken in die Karten, dass ihm von der Redaktion immer wieder talentfreie Kandidaten vorgeführt wurden, die sich dann einmal vor ganz Deutschland blamieren durften.