Nach 18 Jahren geht die Zeit für Dieter Bohlen bei DSDS zu Ende. Foto: Imago/Star-Media

DSDS ohne Dieter Bohlen? Für viele Fans unvorstellbar, doch für mindestens ebenso viele Menschen der absolut richtige Schritt zu einem vielleicht schon viel zu späten Zeitpunkt. Die Verbalattacken des selbsternannten Pop-Titans wollen einfach nicht mehr in eine Zeit passen, in der Themen wie mentale Gesundheit und die Gefahr von Mobbing immer öfter diskutiert werden. Eine Meinung, die offenbar auch der neue RTL-Geschäftsführer Henning Tewes teilt. Er soll der starke Mann hinter dem Bohlen-Rauswurf sein.

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Erst seit dem 1. März ist der 48-Jährige in seiner neuen Position und die Neuausrichtung von DSDS stand offenbar ganz oben auf seiner To-Do-Liste. Er soll für „Deutschland sucht den Superstar“ schlicht kein Zukunftspotenzial mit Dieter Bohlen gesehen haben.

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Der Grund: Das Verächtliche und Abwertende sei nicht mehr zeitgemäß, soll ein Mitarbeiter des Senders der Bild gesteckt haben. Und: „Bohlen wollte weitermachen. Aber man wollte das eben nicht mehr.“ Das war nach der kryptisch formulierten Pressemitteilung, in der jegliches Statement von Dieter Bohlen fehlte, zwar bereits angenommen worden, doch diese Aussage kommt einer Bestätigung gleich. 

Dieter Bohlen (hier mit seinem Zögling Pietro Lombardi) wird nach dem Finale der 18. DSDS-Staffel die Casting-Show verlassen. Foto: Imago/Christoph Hardt

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Und der Geschasste selbst? Der schweigt sich aus und dürfte mächtig angefressen sein. Denn seine Position als Juror bei DSDS und beim „Supertalent“ war in den letzten Jahren sein Markenkern. Laut Branchenkennern bekam der 67-Jährige 2,5 Millionen Euro Gage pro Jahr für beide Shows. Das fällt nun weg. Wenn Bohlen wieder irgendwo im Fernsehen auftreten will, wird er sich neu erfinden müssen. Einen bärbeißigen Chefjuror wird sich wohl kaum ein Sender anlachen.

Wie geht es mit Bohlen und DSDS weiter?

Wo seine Zukunft auch liegt, RTL wird es in nächster Zeit kaum sein. Ein Insider sagte der Bild: „Das war’s mit der Beziehung Bohlen und RTL komplett.“ Der Sender hingegen muss sich nun der Aufgabe stellen, DSDS ohne den langjährigen Chefjuror neu aufzustellen. Und das dürfte gar nicht so einfach sein.

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Denn so unzeitgemäß das Verhalten von Dieter Bohlen auch war, so sehr wird die Show auch mit ihm verbunden. Es braucht nicht nur eine Top-Besetzung bei der neuen Jury, sondern auch eine Überarbeitung des Konzepts. Sonst sind nicht nur die Quoten in Gefahr, sondern auch die Glaubwürdigkeit. Denn Bohlens fiese Attacken hätten in der Vergangenheit nicht funktioniert, ohne ein Casting-Team, dass immer wieder komplett talentfreie Kandidaten vor die Kamera schickt.