Rückkehr nach Berlin?

Jessica Schwarz bangt nach Unwettern um ihr Zuhause in Portugal

Die Schauspielerin spricht über eine „gruselige Zeit“, über Stromausfälle in ihrer Wahlheimat,  Klimawandel und ihren Umgang mit der Krise.

Author - Julia Nothacker
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Jessica Schwarz bei der ARD Blue Hour im Rahmen der 76. Berlinale.
Jessica Schwarz bei der ARD Blue Hour im Rahmen der 76. Berlinale.APress/Imago

Portugal erlebt derzeit ein Katastrophen-Szenario, das selbst erfahrene Meteorologen sprachlos macht: Eine brutale Serie von Winterstürmen hat das Land unter Wasser gesetzt. Ganze Städte stehen knietief, teilweise sogar meterhoch, im braunen, tosenden Flutwasser. Auch Jessica Schwarz ist betroffen, wie sie dem Berliner KURIER auf der „ARD Blue Hour“ im Rahmen der Berlinale erzählt.

Jessica Schwarz in Sorge um ihr Zuhause in Portugal

Jessica Schwarz ist in großer Sorge. Zwar posiert sie fröhlich mit ihren Schauspielkollegen für die Fotografen, doch hinter ihrem Lachen ist ihr die Angst um ihr Zuhause in Portugal anzumerken.

Vor über fünf Jahren ist die Schauspielerin mit ihrem Mann Louis-Freytag Beckmann nach Portugal ausgewandert, wo das Paar ein Glamping-Hotel betreibt. Während die beiden einige Zeit in Deutschland verbrachten, brach in Südwesteuropa das Chaos aus.

Jessica Schwarz mit Ehemann Louis-Freytag Beckmann.
Jessica Schwarz mit Ehemann Louis-Freytag Beckmann.Ervin Monn/Imago

„Unser Haus ist leider auch betroffen. Jetzt müssen wir mal schauen, wie viele Schäden es gegeben hat und wie schwerwiegend die sind“, erzählt Jessica. „Wir haben in Deutschland gearbeitet und konnten nicht nach Hause fahren. Aber wir hatten jemanden, der auf unser Haus aufgepasst hat. Trotzdem, es war eine gruselige Zeit.“

Warum Jessica Schwarz auf mehr Vorbereitung setzt

Kein Land bietet zu 100 Prozent Sicherheit. Auch im Südwesten Berlins kam es vor einigen Wochen zu einem mehrtägigen Stromausfall, der große Teile der Region lahmlegte. Ein Umstand, den Jessica auch aus Portugal kennt. „Uns geht es sehr häufig so, dass wir mal Stunden lang ohne Strom sind. Deswegen müssen wir lernen, damit umzugehen. Es wird alles immer unbeständiger. Wer den Klimawandel leugnet ... Das ist verrückt. Wir müssen uns mit gewissen Dingen auseinandersetzen und uns besser präparieren. Man darf nicht den Kopf in den Sand stecken und muss ein bisschen Galgenhumor entwickeln.“

Trotz großer Sorge versucht Jessica, die letzten Tage in Deutschland auf der Berlinale noch zu genießen. Am kommenden Montag geht es für sie und ihren Mann zurück nach Portugal. „Ich habe gemerkt, dass die Gedanken immer woanders hingegen, aber ich lege diese heute mal zur Seite. Berlin gibt mir ein großes Heimatgefühl. Wir haben schon gesagt, wenn es ganz schlimm wird, holen wir unsere Katze da raus und kommen her. Diese Möglichkeit haben viele andere Leute in Portugal nicht. Also, vielleicht bin ich nächste Woche schon wieder da.“