Schätze im Fernsehen

Unfassbar viel Geld bei „Bares für Rares“: Die drei krassesten Flohmarkt-Funde

Immer wieder bringen Kandidaten auch billige Flohmarkt-Funde zu „Bares für Rares“. Doch die Expertise brachte schon echte Sensationen ans Licht.

Author - Florian Thalmann
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Vor allem Fundstücke vom Flohmarkt sorgen bei „Bares für Rares“ immer wieder für große Überraschungen - selbst bei Moderator Horst Lichter!
Vor allem Fundstücke vom Flohmarkt sorgen bei „Bares für Rares“ immer wieder für große Überraschungen - selbst bei Moderator Horst Lichter!Sascha Baumann/ZDF, ZDF

Bei „Bares für Rares“ kommen nahezu jeden Tag ganz besondere Stücke auf den Tisch – bei der Expertise zeigt sich, ob es sich um wertlosen Trödel oder echte Schätze handelt. Besonders spannend sind jene Fälle, bei denen beides zutrifft: Wenn Kandidaten für ein paar Euro Dinge auf dem Flohmarkt gekauft haben, die dann plötzlich Tausende Euro wert sind, geht auch den Zuschauern der ZDF-Sendung das Herz auf. Wir zeigen die drei krassesten Flohmarktfunde bei „Bares für Rares“ – und verraten, was sie wert waren.

Gemälde bei „Bares für Rares“ erzielt das 433-fache des Kaufpreises

Peter Hartmann aus Würzburg kam mit einem alten Gemälde des Malers Arthur Nikodem in eine der Sondersendungen von „Bares für Rares“. „Das habe ich vor 20 Jahren auf dem Flohmarkt erworben“, erklärt der Mann im Gespräch mit Moderator Horst Lichter.

„Warum?“, fragt der sofort schnippisch. Dem werden viele Zuschauer zustimmen: Besonders attraktiv oder auffällig sieht das Gemälde nicht aus. Doch Hartmann hat es gefallen, also nahm er es mit. „Es war spät am Abend, es war Abverkauf“, sagt er. 30 Euro zahlte er für das Bild.

Das Gemälde von Arthur Nikodem sorgte bei „Bares für Rares“ für eine echte Überraschung.
Das Gemälde von Arthur Nikodem sorgte bei „Bares für Rares“ für eine echte Überraschung.ZDF

Kunst-Experte Colmar Schulte-Goltz beleuchtet das Gemälde – und erklärt, dass es sich bei dem Innsbrucker Maler durchaus um einen gefragten Künstler handelt. Die Stadtansicht zeigt den Ort Rattenberg in Tirol. „Das Bild hat leider einige Blessuren erlitten“, urteilt er. Abrieb vom Rahmen, der inzwischen verschwunden ist, dazu Schmutzrückstände auf dem Bild senken den Preis etwas.

Aber: Wie viel ist es wert? 5000 Euro will Verkäufer Peter Hartmann haben, Colmar Schulte-Goltz schätzt den Wert auf eher 10.000 bis 12.000 Euro. Am Ende zahlt Händler Daniel Meyer sogar satte 13.000 Euro – damit hat der Verkäufer bei „Bares für Rares“ das 433-fache seines Kaufpreises erhalten. Wenn sich das nicht gelohnt hat …

Trinkgefäß bei „Bares für Rares“ erzielt Rekord-Summe

Ebenfalls in einer Sondersendung von „Bares für Rares“ kam ein russisches Trinkgefäß auf den Expertisen-Tisch, ein sogenannter Kowsch. Das Metallgefäß wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, weshalb Kandidatin Sabine Riemer ein echtes Schnäppchen machen konnte. „Wir sind Flohmarktgänger, mein Mann und ich“, sagt sie.

Kurz vor Schluss sah sie die Schale bei einer Dame. Der Kaufpreis lag bei nur fünf Euro. Da stockt auch Expertin Heide Rezepa-Zabel bei der Expertise kurz der Atem. Denn die Schale ist nicht nur aus Silber gemacht und innen vergoldet – es handelt sich obendrein um ein besonderes Geschenk des russischen Kaiserhofes.

Das russische Trinkgefäß erzielte bei „Bares für Rares“ eine echte Rekordsumme. Dabei kam es vom Flohmarkt, kostete dort nur fünf Euro.
Das russische Trinkgefäß erzielte bei „Bares für Rares“ eine echte Rekordsumme. Dabei kam es vom Flohmarkt, kostete dort nur fünf Euro.ZDF

„Ausgegeben hat dieses Stück Katharina die Große“, erklärt die Expertin bei „Bares für Rares“. Der Erhaltungszustand ist tadellos, auch wenn das Trinkgefäß etwas dunkel angelaufen ist. „So ein Stück findet man im Moskauer Kreml und in der Eremitage“, sagt Heide Rezepa-Zabel. Sie schätzt das Trinkgefäß, das es für 5 Euro auf dem Flohmarkt gab, auf einen Wert von 40.000 bis 60.000 Euro.

Daniel Meyer greift auch hier zu – und zahlt für das Trinkgefäß satte 29.000 Euro. Wahnsinn! „So eine Gewinncharge – so viel Glück habe ich in meinem Leben noch nie gehabt“, sagt da auch Verkäuferin Sabine Riemer. „Ich bin aus dem Häuschen!“

Bild vom Flohmarkt erzielt 7000 Prozent Gewinn!

Auch Gitta Büntig besuchte einen Flohmarkt und suchte eigentlich nur nach einem schönen, goldenen Bilderrahmen. Sie entdeckte bei der Suche einen Rahmen – und nahm das Gemälde, das sich darin befand, gleich mit. Es zeigt eine Waldlandschaft mit Kühen, gemalt in Öl auf Leinwand. Zu Hause suchte sie nach dem Maler und entdeckte, dass die Bilder hochpreisig gehandelt werden.

„Teilweise bis zu fünfstelligen Beträgen.“ Also schnappte sie sich das Bild und meldete sich bei „Bares für Rares“ an. Albert Maier schaut sich das Kunstwerk an. „Der Albert hat schon die Brille von innen geschlagen vor lauter Freude“, urteilt da Moderator Horst Lichter.

Auch dieses Wald-Gemälde überzeugte Experten und Händler bei Bares für Rares - und ging für einen tollen Preis über den Tisch.
Auch dieses Wald-Gemälde überzeugte Experten und Händler bei Bares für Rares - und ging für einen tollen Preis über den Tisch.ZDF

Und das hat seinen Grund: Hermann Ottomar Herzog ist ein Name in der Kunstszene. Deshalb ist auch das Gemälde sehr gut, es wurde vermutlich zwischen 1880 und 1890 in Amerika gemalt. Auch der Zustand ist ordentlich, abgesehen von einem kleinen Loch, das sich einfach beheben lassen würde. Was sagt der Kunst-Experte zum Wert? „Das Gemälde lässt sich mit Sicherheit auch heute noch verkaufen“, sagt er. Er geht von 2500 Euro aus.

Julian Schmitz-Avila zahlt am Ende im Händlerraum bei „Bares für Rares“ sogar noch mehr: Für 3450 Euro wechselt das Gemälde den Besitzer. Geschichten wie diese sind es, die den Reiz von „Bares für Rares“ ausmachen. Und die die Hoffnung aufleben lassen, dass ein solcher Fund einfach jedem gelingen kann.

Schauen Sie gern „Bares für Rares“ und mögen Sie die Trödelshow im ZDF? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!