Damit rechnete er nicht

Schock bei Bares für Rares: Ex-Soldat will Gold seiner Frau verkaufen

Ein goldenes Armband und ein hoher Wunschpreis – das sind die Zutaten, die diesen Fall aus „Bares für Rares“ zu etwas ganz Besonderem machen.

Author - Florian Thalmann
Teilen
Michael Noll, Horst Lichter und Heide Rezepa-Zabel bei der Expertise bei „Bares für Rares“. Der 81-Jährige will hier ein goldenes Armband seiner Frau verkaufen.
Michael Noll, Horst Lichter und Heide Rezepa-Zabel bei der Expertise bei „Bares für Rares“. Der 81-Jährige will hier ein goldenes Armband seiner Frau verkaufen.ZDF

Jedes Objekt, das bei „Bares für Rares“ landet, bringt eine eigene Geschichte mit – und es macht besonderen Spaß, mit den Kandidatinnen und Kandidaten in der Show mitzufiebern. Auch in der jüngsten Ausgabe der Show: Michael Noll (81) will in der beliebtesten Trödelsendung Deutschlands den alten Goldschmuck seiner Frau verkaufen. Mit einem sehr hohen Wunschpreis rückt er im Studio an – doch dann der Schock.

Soldat im Ruhestand will Gold seiner Frau verkaufen

Michael Noll kommt aus Neuenkirchen, ist Soldat im Ruhestand – und hat den Weg ins Puhlheimer Walzwerk, wo „Bares für Rares“ aufgezeichnet wird, für seine Frau auf sich genommen. 59 Jahre sind die beiden verheiratet, gemeinsam leben sie ein schönes Leben.

Doch etwas Geld soll her – und das mithilfe eines wertvollen Goldarmbandes. „Das gehört meiner Frau, ich verkaufe das in ihrem Auftrag“, sagt Noll. „Sie hat das Ende der 90er-Jahre von ihrem Vater bekommen. Das lag die ganze Zeit im Safe. Und jetzt haben wir uns einfach mal damit beworben.“

Beim Blick auf das goldene Armband wird sofort klar, dass es hier vor allem das Edelmetall ist, das Interesse auslösen könnte. Der gute Goldpreis spielt dem Senior in die Karten. Deshalb hat Noll auch einen sehr klaren Wunschpreis mitgebracht. „6000“, sagt er.

Moderator Horst Lichter wirkt kurz irritiert. „Man weiß es nicht“, sagt er, dreht sich zu Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel um, die Genaueres über das  Stück weiß. Und verrät, ob das Armband so viel wert ist.

Um dieses Armband geht es – und schon allein der Goldwert dürfte den Preis bei „Bares für Rares“ ordentlich in die Höhe treiben.
Um dieses Armband geht es – und schon allein der Goldwert dürfte den Preis bei „Bares für Rares“ ordentlich in die Höhe treiben.ZDF

Das Besondere an dem Objekt ist für sie, wie beweglich das Armband ist – obwohl es auf den ersten Blick aussieht wie ein dickes Stück Blech. „Man sieht wirklich gar keine Zwischenräume“, sagt sie.

Mit einer Walze sei die Struktur in das Gold eingearbeitet worden. „Dann wurde dieses Blech in Lamellen geschnitten und wiederum zusammengesetzt.“ Das Armband sei eine sehr gelungene, hochpräzise Arbeit. „Das ist fantastisch, das ist eine technische Meisterleistung.“

Armband bei „Bares für Rares“ wertvoller als gedacht

Man könne die besondere Struktur in den 60er-Jahren verorten. Auch wenn das Schmuckstück erst später verschenkt worden sei, sei es vorher angefertigt worden. Das Material ist 750er-Gold – vermutlich aus einer Goldschmiedewerkstatt in Deutschland. Der Zustand ist auch sehr gut, Mängel hat Heide Rezepa-Zabel während ihrer Expertise für „Bares für Rares“ nicht entdeckt. „Es hat auch nur im Safe gelegen“, sagt Michael Noll. Treibt der gute Zustand den Preis in die Höhe?

Michael Noll will das goldene Armband seiner Frau bei „Bares für Rares“ verkaufen.
Michael Noll will das goldene Armband seiner Frau bei „Bares für Rares“ verkaufen.ZDF

Die Schätzung von Heide Rezepa-Zabel bei „Bares für Rares“ überrascht. Allein der Goldwert liege bei 7500 Euro. Doch es gibt ein Problem mit dem Armband: Für die handwerkliche Arbeit könne man nicht wirklich viel aufschlagen. „Käufer blicken heute in erster Linie auf die Mode. Ist so etwas attraktiv, entspricht es noch dem Zeitgeist?“ Teppicharmbänder seien nicht so einfach zu verkaufen.

Ihr Fazit: „Weil der Goldpreis so hochgeht, wird kaum einer viel mehr für das modische Erscheinungsbild zahlen. Mein höchster Wert wäre dann 8500 Euro.“ Eine große Überraschung für den Senior, denn der Preis liegt höher als der Wunschpreis, mit dem er bei „Bares für Rares“ angetreten war.

Händler David Suppes zahlt bei „Bares für Rares“ eine ordentliche Summe Geld für das goldene Armband.
Händler David Suppes zahlt bei „Bares für Rares“ eine ordentliche Summe Geld für das goldene Armband.ZDF

Zahlen die Händler bei „Bares für Rares“ den Preis?

Die Frage ist aber: Zahlen die Händler im Händlerraum bei „Bares für Rares“ auch so viel? Zumindest sind sie angetan – und erkennen sofort, dass hier ordentlich Edelmetall verbaut ist. Das Startgebot liegt deshalb auch direkt bei 7000 Euro. Der Kunsthändler David Suppes bietet 7600 Euro – und macht den Sack damit auch schon zu. Alle anderen Händler steigen aus der Verhandlung aus.

Nur Michael Noll ist noch nicht einverstanden, denn er will 7900 Euro haben. Die beiden einigen sich auf 7800 Euro. Und alle sind glücklich. Vor allem der Senior – denn ihm ist klar, was er mit dem Geld machen will. Er werde es zuerst aufs Konto einzahlen. „Und dann werde ich mit meiner Frau eine schöne Reise nach Sardinien machen, da, wo wir mal lange gelebt haben.“ Wenn sich bei „Bares für Rares“ solche Träume erfüllen, macht das auch die Zuschauer einfach glücklich.

Schauen Sie „Bares für Rares“ im ZDF – und was halten Sie von der Trödelshow? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!