Sorge um Kaufhauserpresser Arno Funke „Dagobert“. Der Autor musste kurz vor Weihnachten am Herzen operiert werden. Mehrere Wochen lag Funke im Krankenhaus. Im Gespräch mit dem KURIER verrät Arno Funke, wie es ihm heute geht.
Arno Funke lag sechs Wochen im Krankenhaus
Arno Funke war am Samstagabend gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke beim ESC-Public-Viewing von Moderator Julian F.M. Stoeckel. Funke wirkte glücklich, er und seine Frau gingen liebevoll miteinander um. Sie freuten sich auf den gemeinsamen Abend. Aber erst vor wenigen Monaten lag er für mehrere Wochen im Krankenhaus.
Im Gespräch mit dem KURIER erzählt der Autor über sein heutiges Leben: „Heute geht es mir gut oder mir geht es wieder gut nach meiner Herzoperation. Ich habe kurz vor Weihnachten Bypässe bekommen, da wurde ich dann tranchiert wie eine Weihnachtsgans.“ Funke lacht. „Ich war über Weihnachten dann für sechs Wochen im Krankenhaus. Aber ich bin ich jetzt auch nicht so sentimental, wenn es um Weihnachten geht“, sagt er weiter.
Trotzdem machte ihm die Operation auch Sorgen. Für Ärzte sei sie zwar Routine, für den Patienten sei es aber eine große körperliche Anstrengung, erzählt er. Seine Frau Elke war in der Zeit immer an seiner Seite. Zwar lebte Funke schon vor der Operation sehr gesund, „aber ich habe eine Fettstoffwechselstörung und die führt dazu, dass meine Blutfette zu hoch sind.“

Arno Funke wurde Ende der 80er-Jahre als „Dagobert“ bekannt, weil er über Jahre hinweg Kaufhäuser wie Karstadt erpresste und mit spektakulären Geldübergaben die Polizei narrte. Der gelernte Autolackierer galt wegen seiner ausgeklügelten Technik und Verkleidungen als einer der bekanntesten Erpresser Deutschlands. Nach seiner Festnahme 1994 saß er mehrere Jahre im Gefängnis.
Seit seiner Freilassung am 13. August 2000 hat sich Funkes Leben komplett verändert. Er wirkt zufrieden, wie ein ruhiger und ausgeglichener Mann. Spricht er über seine Vergangenheit, wirkt er fast schüchtern. Das Kapitel in seinem Leben, möchte er nicht mehr öffnen.

„Über die Vergangenheit rede ich eigentlich nicht mehr so gerne. Das gehört mit zu meiner Vergangenheit und ich muss damit leben. Wenn man aus dem Gefängnis kommt, wird einem nahegelegt, über die Vergangenheit nicht zu sprechen. Weil da gibt es sozusagen das Recht auf Vergessen. Vor allem, wenn man sonst unter Umständen Schwierigkeiten bekommen kann“, so Funke zum KURIER.
Arno Funke kann seine Vergangenheit nicht vergessen
Der Autor weiß aber auch, dass sein Bekanntheitsgrad so groß ist, dass das Recht auf Vergessen „nicht möglich ist. Sonst würde ich auch gerne manchmal in der Versenkung verschwinden irgendwo. Aber nun ist es nun mal so und ich nehme es eben so hin und versuche das Beste daraus zu machen.“



