Rund um den Jahreswechsel mussten Fans um eine echte DDR-Legende zittern: Pavel Trávníček, der im berühmten Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ den Prinzen gespielt hatte, musste sich einer Herzoperation unterziehen. Danach verkündete er, dass er schon gespürt habe, dass das Ende naht – und dass seine Ärzte ihm geraten haben, er solle beten. Umso überraschender kommt jetzt diese Nachricht: Aschenbrödel-Prinz Pavel Trávníček steht wieder vor der Kamera!
DDR-Star Pavel Trávníček hatte eine schwere Herz-OP
Das, was Pavel Trávníček erst im Frühjahr über seinen gesundheitlichen Zustand verkündete, klang alles andere als gut: Gegenüber dem tschechischen Nachrichtenportal CNN Prima verriet er, wie er sich von der Herzoperation erholte, der er sich erst vor Monaten unterziehen musste. „Ich hatte eine sehr schwierige Zeit. Jeder, der das schon einmal durchgemacht hat, weiß, wie schwer das ist“, sagte er.
Der Märchenprinz der DDR bekam einen Herzschrittmacher eingesetzt, später folgte eine vierfache Bypass-Operation. Venen und Arterien, die zum Herzen führen, seien bei ihm verstopft gewesen. Die Herzleistung habe laut Ärzten gerade einmal bei 40 Prozent gelegen. Seine Frau sagte dem Portal: „Als ich ihn im Krankenhaus besuchte, waren die Abende sehr schwer, ich habe viele Abende geweint. Wenn die Ärzte einem sagen, man solle beten …“ Eine Aussage, die auch viele Fans des Märchenprinzen schwer traf.

Doch für sie gibt es nun gute Nachrichten: Pavel Trávníček steht wieder vor der Kamera – und zwar ausgerechnet in Schloss Moritzburg bei Dresden, wo auch Szenen des berühmten Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstanden. Zusammen mit den Machern einer besonderen App nahm er hier einzelne Szenen auf.
Die Idee: Die sogenannte Set-Caching-App führt Besucher künftig über das Gelände – geführt von einer Märchenerzählerin und einer animierten Eule können Interessierte ab Juni Aschenbrödel im Schloss Moritzburg völlig neu entdecken.
DDR-Star Pavel Trávníček bleibt der ewige Prinz
Pavel Trávníček bleibt der ewige Prinz – und das stört ihn heute überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Jedes Projekt, das mit Aschenbrödel zusammenhängt, ist in gewisser Weise immer genial“, sagt er. Ihn begeistert auch die Tatsache, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer auch nach vielen Jahren noch immer fasziniert von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und der besonderen Welt des Films sind.
Der Aschenbrödel-Teil der App ist dabei nur einer von vielen: Nach dem gleichen Prinzip können die Nutzer auch schon andere Drehorte spielerisch entdecken, etwa in Wernigerode vieles über die Hintergründe zum Film „Die Schule der magischen Tiere“ lernen.

Pavel Trávníček kämpft sich zurück ins Leben
Für DDR-Legende und Aschenbrödel-Star Pavel Trávníček ist der besondere Auftritt in Schloss Moritzburg auch ein weiterer Schritt zurück in sein Leben nach dem Herz-OP-Schock. Ein Leben, in dem er nun auch einiges umgekrempelt hat, wie er sagt.
„Ich habe beschlossen, es komplett zu ändern – eigentlich meine ganze Existenz. Ich habe ein wunderbares Leben geführt, aber mit Schnaps und Zigaretten in der Hand. Wenn ich aber noch eine Weile auf dieser Welt bleiben will, muss ich das auf einem anderen Weg verbessern.“ Es sei schwierig, auf den Alkohol und das Rauchen zu verzichten, doch das Ziel steht – für die Gesundheit.


