Wenn man über Persönlichkeiten der DDR spricht, kommt man an Erich Honecker nicht vorbei. Der Staatschef und SED-Politiker ist noch heute Teil vieler Ausstellungen über die DDR, weil die Porträts von Honecker zu DDR-Zeiten nahezu überall hingen. Aber: nicht nur damit wurde Honecker quasi ein Denkmal gesetzt. Wussten Sie, dass der DDR-Chef sogar einen eigenen Kuchen hat? Kein Witz: Honeckerkuchen ist eine echte Spezialität, die ihren Namen aufgrund einer Eigenschaft und einer Zutat bekommt. Wir verraten das Geheimnis des Kuchens – und das besondere Rezept.
Honeckerkuchen: Warum ist dieser Kuchen ein Ossi?
Falls Sie noch nicht vom Honeckerkuchen gehört haben: Warum dieser spezielle Blechkuchen so heißt, ist schnell erklärt. Zum einen besteht er aus drei Schichten: Als Boden dient ein lockerer, heller Teig, als Decke ein dunkler Teig und dazwischen wird eine rosafarbene bis rote Schicht aus einer Himbeercreme eingebaut.
Die Farben verraten schon einen der Gründe, warum der Kuchen so heißt: Schwarz, Rot und Gold sind die Farben der deutschen Flagge – und es waren auch die Farben der DDR-Fahne.
Nur: Warum liegt hier der Fokus auf der DDR? Ganz einfach: Die Creme-Schicht in der Mitte wird aus roter Grütze mit Himbeergeschmack gemacht, wie sie zu DDR-Zeiten einfach jedes Kind kannte.
Die „Ossi-Grütze“ mit Grieß gibt es noch heute fertig im Becher im Kühlregal, aber auch aus der Tüte zum selber kochen. Sie bildet hier die Basis für die leckere Füllung des Honeckerkuchens. Auch wenn der fertige Blechkuchen aber komplizierter aussieht als andere: Lassen Sie sich nicht von der Optik abschrecken! Der Kuchen ist nicht schwer zu backen und schmeckt richtig lecker. Hier ist das Rezept.
Zutaten für Honeckerkuchen: Das brauchen Sie dafür
12 EL Mehl, 12 EL Milch, 12 EL Zucker, 550 g Butter, 13 Eier, 1 Pck. Backpulver, 1 Prise Salz, 2 Pck. Vanillezucker, 3 EL Kakaopulver, 2 Tüten Rote Grütze und Zucker nach Anleitung, 500 Milliliter Wasser
zubereitung: So backen Sie einen Honeckerkuchen
Für den Honeckerkuchen wird zuerst ein klassischer Rührteig hergestellt. Geben Sie 330 Gramm Butter in eine große Rührschüssel und schlagen Sie sie mit dem Handmixer schaumig. Danach Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen und so lange weiter rühren, bis die Masse deutlich heller und cremig ist. Anschließend Milch und Eier hinzufügen und alles gründlich vermengen.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen. Die trockenen Zutaten portionsweise unter die Butter-Zucker-Masse rühren, bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht. Nun den Teig halbieren und in eine Hälfte das Kakaopulver einarbeiten.
Sollte der dunkle Teig zu fest werden, können Sie 2–3 Esslöffel Milch unterrühren. Zwei Backbleche einfetten und mit Backpapier auslegen. Die beiden Teigmassen gleichmäßig jeweils auf ein Blech streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Ober- und Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten backen. Anschließend herausnehmen und auskühlen lassen.
Creme für Honeckerkuchen wird aus Ossi-Grütze gemacht
Während die Böden abkühlen, bereiten Sie die Rote Grütze für die Creme zu. Halten Sie sich dabei grundsätzlich an die Packungsanleitung, ändern Sie jedoch eine Kleinigkeit: Für zwei Beutel verwenden Sie nur 500 Milliliter Wasser statt der üblichen Menge, damit die Grütze besonders fest wird.
Rühren Sie das Pulver zunächst mit etwas Wasser und Zucker glatt, bringen Sie das restliche Wasser zum Kochen und rühren Sie die Mischung ein. Kurz aufkochen lassen, bis eine puddingartige Konsistenz erreicht ist, dann vollständig abkühlen lassen. Die übrige Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich wird und sich später gut unterarbeiten lässt.


