Bei meiner Mutter hießen sie einfach nur Puffer. Das „Kartoffel“ im Namen wurde weggelassen, weil ohnehin klar war, dass der Hauptbestandteil von Kartoffelpuffern Kartoffeln sind. Doch je nach Region trägt dieser Klassiker einen anderen Namen. In Sachsen sagt man Klitscher, im Rheinland Reibekuchen, in Köln Kröbbelche, in Thüringen Detscher und in der Schweiz Härdöpfeltätschli. Wir verraten Ihnen das Rezept für die besten Kartoffelpuffer – und die Tricks, mit denen sie besonders knusprig und nicht so labberig werden.
Kartoffelpuffer: Der Geschmack der Kindheit
Ganz klar: Am besten schmecken die meisten Gerichte, wenn sie wie früher, wie bei Oma oder Muttern, zubereitet werden. Der Geschmack der Kindheit ist der, nach dem wir uns am meisten sehnen.
Erinnert man sich heute an die Lieblingsspeisen von damals, fällt auf, dass sie meist ganz einfach, ohne viel Schischi oder Schnickschnack zubereitet wurden. So wie die Bratstulle, die gerade ein gefeiertes Comeback erlebt. Erinnern Sie sich auch noch an saure Eier, Königsberger Klopse oder gefüllte Paprikaschoten?
Oder eben Kartoffelpuffer mit Apfelmus, die zu den Leibspeisen meiner Mutter gehörten. Sie eigneten sich auch für den schnellen Hunger zwischendurch, denn die benötigten Zutaten hatte man in der Regel zu Hause und musste nicht extra einkaufen gehen.
Für klassische Berliner Kartoffelpuffer, wie meine Mutter sie liebte, braucht es nur vier bis fünf Zutaten: (vorwiegend festkochende) Kartoffeln, Mehl, Salz, Margarine und optional eine Zwiebel. Die Zwiebel kann man aber auch weglassen.
Die 5 Tricks für perfekte Kartoffelpuffer
Trotz der wenigen Zutaten kann man bei Kartoffelpuffern einiges falsch machen. Der größte Fehler: Sie kommen zu labbrig auf den Teller. Wir verraten Ihnen fünf Tricks, mit denen die Puffer besonders knusprig werden.
Trick 1: Wasser weg. Drücken Sie die geriebenen Kartoffeln in einem Küchentuch kräftig aus, damit der Kartoffelpufferteig nicht zu flüssig wird.
Trick 2: Die natürliche Stärke nutzen. Das ausgepresste Kartoffelwasser rund zehn Minuten stehen lassen. Die Stärke setzt sich dabei am Boden ab. Das Wasser vorsichtig abgießen und die abgesetzte Stärke zurück in den Teig geben – sie sorgt ganz natürlich für die perfekte Bindung.

Trick 3: Wasser loswerden – ohne Kraft. Legen Sie die geriebenen Kartoffeln auf Küchenpapier und erhitzen Sie sie kurz in der Mikrowelle. Auch so lässt sich überschüssige Flüssigkeit entfernen.
Trick 4: Der Dreh mit dem Backpulver. Backpulver ist in der Küche ein echtes Allzweck-Helferlein. Hier sorgt es dafür, dass die Kartoffelpuffer beim Braten besser aufgehen und eine goldbraune Kruste entwickeln. Dafür einfach eine Messerspitze Backpulver unter die Kartoffelmasse mischen.
Trick 5: Haferflocken statt Mehl. Ersetzen Sie die Hälfte des Mehls durch Haferflocken. Das sorgt für noch mehr Crunch.
Die Zutaten: Das gehört in die besten Kartoffelpuffer
1,5 Kilogramm rohe Kartoffeln
2 Eier
4 EL Mehl (oder die abgesetzte Stärke aus dem Kartoffelwasser)
Salz
Margarine
Optional: 1 große Zwiebel, Zucker
Einfach und lecker zubereitet: Kartoffelpuffer wie bei Oma
Schritt 1: Die Kartoffel schälen und roh durch eine Kartoffelreibe fein raspeln. Dazu, wenn gewünscht: Die Zwiebel ebenfalls fein reiben oder sehr fein würfeln.
Schritt 2: Die Kartoffelmasse mit dem Mehl oder der Kartoffelstärke, den Eiern, drei Prisen Salz und optional der Zwiebel vermengen.



