Uhren werden umgestellt

Umstellung auf Sommerzeit: Tipps gegen Mini-Jetlag nach Uhrumstellung

Mit der Zeitumstellung am Sonntag dreht sich nicht nur die Uhr, sondern auch der Alltag vieler Menschen. Der KURIER gibt Tipps, wie Sie besser durch den Tag kommen.

Author - Sebastian Krause
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Nach der Umstellung auf die Sommerzeit haben viele Menschen ein paar Tage lange Probleme und fühlen sich schlapp. Dagegen gibt es aber Tipps und Tricks.
Nach der Umstellung auf die Sommerzeit haben viele Menschen ein paar Tage lange Probleme und fühlen sich schlapp. Dagegen gibt es aber Tipps und Tricks.Christian Ohde/imago

Es ist mal wieder so weit. In der Nacht auf Sonntag (29. März) heißt es „Chiao, Winterzeit“, „Willkommen, Sommerzeit“. Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Damit ist es abends länger hell.

Viele Menschen bekommen einen Mini-Jetlag

Die eine Stunde weniger Schlaf in der Nacht auf Sonntag bedeutet für viele Menschen aber auch, dass sie müde in die neue Woche starten. Denn die Zeitumstellung fühlt sich für sie wie ein Mini-Jetlag an. Viele fühlen sich träge, schlapp und ausgelaugt.

Der Chronotyp spielt dabei eine wichtige Rolle

„Der Körper hat prinzipiell einen festen Tag-Nacht-Rhythmus, der durch die Zeitumstellung abrupt verändert wird“, erklärt Daniela Langhans, Leiterin des Schlaflabors an der Poliklinik am Helios Klinikum Berlin-Buch. „Wie stark man darauf reagiert, ist aber individuell.“

Der sogenannte Chronotyp, also ob man Frühaufsteher (Lerche), Spätaufsteher (Eule) oder Mischtyp ist, spielt dabei eine wichtige Rolle. „Eulen haben deutlich mehr Schwierigkeiten mit der Umstellung auf die Sommerzeit als Lerchen“, fasst Langhans zusammen.

Der Körper hat prinzipiell einen festen Tag-Nacht-Rhythmus, der durch die Zeitumstellung abrupt verändert wird.

Daniela Langhans, Poliklinik am Helios Klinikum Berlin-Buch

Frauen haben häufiger Beschwerden als Männer

Vor allem Frauen verspüren nach der Zeitumstellung deutlich häufiger Beschwerden als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit.

Der Befragung zufolge litten nach eigenen Angaben fast 40 Prozent der Frauen in der Folge schon an Schlafstörungen oder Gereiztheit. Bei den männlichen Befragten waren es 22 Prozent, der Anteil bei ihnen war also nur etwa halb so hoch.

Nach wenigen Tagen kommt man in der Sommerzeit an

Außerdem fällt jüngeren Erwachsenen die Umstellung meist leichter als älteren. Immerhin: Nach wenigen Tagen hat sich der Leistungsknick meist schon wieder erledigt. Die innere Uhr ist in der Sommerzeit angekommen.

Um die Umstellung zu beschleunigen oder sich erst gar nicht schlapp zu fühlen, gibt es ein paar Tipps und Tricks, die Ihnen dabei helfen können. Der KURIER gibt einen Überblick.

Am Sonntag, 29. März, wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt.
Am Sonntag, 29. März, wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt.Rüdiger Rebmann/imago

In den Tagen davor früher ins Bett gehen

Gestern 22.30 Uhr, heute 22.15 Uhr, morgen 22 Uhr: In den Tagen vor der Umstellung kann es sinnvoll sein, Schritt für Schritt etwas früher schlafen zu gehen.

„So eine schrittweise Anpassung kann für den Körper einfacher sein“, sagt Langhans.

Morgens direkt ans Tageslicht gehen

Unsere innere Uhr und unser Hormonhaushalt sind eng miteinander verbunden. Dunkelheit fördert die Ausschüttung des Hormons Melatonin, das uns müde macht. Licht hingegen drosselt dessen Produktion.

Das kann man sich zunutze machen. Langhans rät, schon am Morgen das Tageslicht zu suchen, um wacher in den Tag zu starten. Wer keine Zeit für einen Kaffee auf dem Balkon oder für eine Morgenrunde hat, kann sich vor eine Tageslichtlampe setzen, um die innere Uhr auf Tag einzustellen.

Auf den Mittagsschlaf verzichten

Schlapp, erschöpft, erledigt? Sich in den Tagen nach der Zeitumstellung mittags für ein Nickerchen hinzulegen, ist Langhans zufolge keine gute Idee. Denn es ist irgendwie besser, durchzuhalten. „Es ist wichtig, über den Tag einen gewissen Schlafdruck aufzubauen. Macht man einen Mittagsschlaf, schläft man abends oft später ein – und kommt dann morgens eben wieder schlechter hoch.“

Wer auf sein geliebtes Nickerchen am Tag nicht verzichten möchte, sollte es auf einen Powernap von 10 bis 15 Minuten begrenzen.

Die eigenen Schlafgewohnheiten überprüfen

Die Zeitumstellung kann zudem ein geeigneter Anlass sein, die eigenen Gewohnheiten rund um die Nachtruhe auf den Prüfstand zu stellen – und nachzubessern. 

Dazu zählt etwa, kurz vor dem Schlafengehen auf das blaue Licht von Bildschirmen zu verzichten oder am Gerät einen Blaulichtfilter einzustellen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Haben Sie auch Probleme mit der Zeitumstellung? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com