Garten

Der Frühling ist da: Mit diesen Pflanzen halten Sie Zecken fern!

Mit steigenden Temperaturen werden Zecken wieder aktiv. Diese Pflanzen können helfen, die Blutsauger im eigenen Garten auf natürliche Weise fernzuhalten.

Author - Tobias Esters
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Eine Zecke krabbelt über die Haut eines Menschen.
Eine Zecke krabbelt über die Haut eines Menschen.dpa

Mit den ersten warmen Tagen zieht es die Menschen wieder nach draußen. Doch mit dem Frühling beginnt auch die Zeckensaison. Die kleinen Parasiten sind jetzt wieder deutlich aktiver und lauern nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, auf Wiesen und sogar in vielen Berliner Gärten. Erste Borreliose-Fälle in Berlin und Brandenburg zeigen bereits: Die Gefahr ist zurück.

Mit diesen Pflanzen halten Sie Zecken ganz natürlich fern

Doch es gibt einen einfachen Trick, mit dem sich Zecken zumindest im eigenen Garten fernhalten lassen – ganz ohne Chemie. Bestimmte Pflanzen wirken nämlich abschreckend auf die Tiere.

Zecken reagieren empfindlich auf starke Düfte und bestimmte natürliche Inhaltsstoffe. Wer also clever pflanzt, kann seinen Garten nicht nur verschönern, sondern gleichzeitig unattraktiver für die Blutsauger machen.

Besonders effektiv sind Pflanzen wie Lavendel, dessen Duft für Menschen angenehm ist, von Zecken jedoch gemieden wird. Auch Ringelblumen sind eine gute Wahl, denn sie enthalten Pyrethrum – einen Stoff, der häufig auch in Insektenschutzmitteln verwendet wird. Kräuter wie Oregano, Thymian oder Rosmarin punkten ebenfalls mit intensiven ätherischen Ölen, die Zecken abschrecken können.

Ähnlich wirkt Minze, die zusätzlich für einen frischen Duft im Garten sorgt. Auch Eukalyptus ist bekannt dafür, dass seine Öle in vielen Repellents zum Einsatz kommen. Weniger bekannt, aber ebenfalls wirksam: Katzenminze, Chrysanthemen und sogar Knoblauch – sie alle können helfen, die Parasiten fernzuhalten.

Lavendel hilft dabei, Zecken aus dem Garten fernzuhalten.
Lavendel hilft dabei, Zecken aus dem Garten fernzuhalten.Silas Stein/dpa

Dass das Thema aktuell so relevant ist, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen. Zecken sind zwar fast das ganze Jahr über aktiv, erreichen aber im Frühling und Herbst ihre Hochphasen. In Berlin wurden zuletzt so viele Borreliose-Fälle gemeldet wie noch nie seit Beginn der Erfassung: Bis Ende Dezember 2025 waren es 1.406 Fälle. Brandenburg ist zusätzlich in Teilen als FSME-Risikogebiet eingestuft, unter anderem in den Landkreisen Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Elbe-Elster sowie in Frankfurt (Oder).

Diese Krankheiten übertragen Zecken

Die von Zecken übertragenen Krankheiten sollte man nicht unterschätzen. Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst und bleibt oft zunächst unbemerkt. Typisch ist die sogenannte Wanderröte – ein ringförmiger Ausschlag um die Einstichstelle. Eine Impfung gibt es nicht. FSME dagegen ist seltener, kann aber schwer verlaufen und wird durch Viren verursacht. Hier ist eine Impfung möglich.

Experten raten deshalb zu Vorsicht beim Aufenthalt im Grünen. Lange Kleidung, feste Schuhe und helle Stoffe können helfen, Zecken schneller zu entdecken. Nach Spaziergängen sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Wird eine Zecke gefunden, sollte sie möglichst schnell und vorsichtig entfernt und die Stelle anschließend desinfiziert werden.

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