Das Ostergeschäft 2026 hat viele Händler kalt erwischt! Statt klingelnder Kassen gab es in zahlreichen Supermärkten lange Gesichter. Vor allem bei saisonaler Süßware blieb der große Ansturm aus und traf vor allem die teuren Marken wie Lindt besonders hart.
Kunden lassen Luxus-Schokolade liegen
Nach Informationen der Lebensmittel Zeitung (LZ) berichten viele selbstständige Kaufleute von Edeka und Rewe von ungewöhnlich hohen Restbeständen. Trotz teils kräftiger Preisnachlässe kurz vor Ostern wollte die Luxus-Schoko-Ware einfach nicht vom Fleck.
Ein Händler beschreibt die Situation drastisch: Die Lindt-Osterprodukte hätten „wie Blei in den Regalen“ gelegen. Ein deutliches Signal, denn gleichzeitig zeigt sich ein klarer Wandel im Kaufverhalten. Immer mehr Kundinnen und Kunden greifen gezielt zu günstigeren Alternativen. Besonders Eigenmarken konnten punkten, während hochpreisige Markenartikel zunehmend liegen bleiben.
Für den Handel ist das ein Weckruf. Mehrere Kaufleute kündigten bereits an, Konsequenzen zu ziehen. Zur kommenden Weihnachtssaison soll das Sortiment angepasst werden – weniger teure Marken, mehr Fokus auf preisgünstige Produkte, die besser laufen.

Doch dahinter steckt mehr als nur ein schwaches Ostergeschäft. Es zeichnet sich ein grundlegender Trend ab: Während klassische Süßwaren schwächeln, erleben frische Produkte in vielen Märkten einen Aufschwung. Vor allem hochwertige Fleisch- und Feinkostartikel sorgten regional für zusätzliche Umsätze.
Schokolade so teuer wie nie: Das sind die Gründe
Ein zentraler Grund für die Entwicklung: Schokolade ist so teuer wie lange nicht. Laut LZ treiben vor allem explodierende Kakaopreise, verursacht durch Ernteausfälle in Westafrika, die Kosten nach oben. Dazu kommen gestiegene Energie- und Transportkosten sowie teurere Zutaten wie Zucker und Milchfett. Auch neue Vorgaben für nachhaltige Lieferketten sorgen für zusätzlichen Druck.


