Der süße Traum ist geplatzt: Die bekannte Süßwarenkette „House of Sweets“ ist insolvent. Zahlreiche Filialen schließen, der Online-Shop steht still. Das Insolvenzverfahren wurde am 2. April 2026 eröffnet, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet.
Zahlreiche Läden dicht: Nur noch wenige Filialen geöffnet
Einige Filialen haben bereits geschlossen, darunter Standorte in Braunschweig, Dortmund, Kassel und Hannover. Auch der erst im Sommer 2024 eröffnete, bislang größte Store in Hannover ist betroffen.
Einige wenige Filialen bleiben vorerst geöffnet, darunter auch die beiden Standorte in Berlin, in der Joachimsthaler Straße sowie in der Leonorenstraße. Parallel dazu ist der Online-Shop derzeit nicht nutzbar. Als Begründung nennt das Unternehmen auf seiner Website einen Umzug in eine größere Lagerhalle.
Die Idee hinter „House of Sweets“ entstand bereits 2017: Nach einem Aufenthalt in Mexiko vermisste Mitgründer Tahir Gülsahin die dortigen Süßigkeiten in Deutschland. Beim Super Bowl kam schließlich die Geschäftsidee auf, einen Laden mit internationalen Snacks zu eröffnen. Gemeinsam mit seinem Cousin Sahin Gülsahin und Geschäftspartner Deniz Karadag startete er wenig später in Braunschweig – zunächst in einem kleinen Laden im Magniviertel.

Das Konzept setzte von Anfang an auf ausgefallene Produkte aus aller Welt, die im klassischen Einzelhandel kaum erhältlich sind. Importierte Süßwaren aus den USA, Asien oder Europa gehörten zum Sortiment, auch wenn sie aufgrund von Transport und Verfügbarkeit teurer waren als herkömmliche Produkte. Mit diesem Ansatz traf das Unternehmen vor allem während der Corona-Pandemie einen Nerv: Die Nachfrage vor allem im Online-Handel wuchs enorm, weitere Standorte folgten, unter anderem eben auch zwei Läden in Berlin.
Mit Promi-Support zum Erfolg
Besonders entscheidend für den Erfolg war die Präsenz in sozialen Netzwerken. Durch Unterstützung prominenter Persönlichkeiten wie Sido und Senna Gamour gewann die Marke innerhalb kurzer Zeit extrem an Reichweite.


