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Niemals TK-Obst im Smoothie! Warum tiefgefrorene Beeren krank machen können

Tiefgefrorene Beeren können gefährliche Viren wie Hepatitis A und Noroviren enthalten.

Author - Sharone Treskow
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In diesem Ratgeber wird erklärt, warum TK-Obst nicht direkt aus dem Tiefkühlfach in den Mixer gehört.
In diesem Ratgeber wird erklärt, warum TK-Obst nicht direkt aus dem Tiefkühlfach in den Mixer gehört.Freepik/Magnific

Jeden Morgen das gleiche Bild in vielen deutschen Küchen: Gefrorene Himbeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren wandern direkt aus dem Tiefkühlfach in den Mixer – fertig ist der Smoothie. Oder sie landen halb aufgetaut in einer hübschen Frühstücksbowl, die dann auch noch den Kleinsten serviert wird. Was gesund aussieht und praktisch ist, birgt ein Risiko, das die meisten Verbraucher schlicht nicht kennen: Tiefgefrorene Beeren können mit gefährlichen Krankheitserregern belastet sein, mit Noroviren und sogar Hepatitis-A-Viren.

Aktueller Rückruf zeigt die Gefahr von TK-Beeren

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb schon seit Jahren, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr gut durchzukochen. Doch diese Warnung ist bei vielen Menschen offenbar nie angekommen. Denn wer denkt bei einem fruchtigen Smoothie schon an Leberentzündung?

Erdbeeren und Co. aus der TK-Abteilung können ein Risiko bergen. Sie sollten nicht einfach so verzehrt werden.
Erdbeeren und Co. aus der TK-Abteilung können ein Risiko bergen. Sie sollten nicht einfach so verzehrt werden.Werner Münzker/Imago

Wie real das Risiko ist, zeigt ein aktueller Fall: Anfang Juli 2026 rief die Rewe-Group ihre „ja! Beerenmischung“ zurück. Der Grund: Bei Untersuchungen wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen. Vom Verzehr der betroffenen Charge wird dringend abgeraten.

Hepatitis A bleibt wochenlang unentdeckt

Das Problem: Die Viren überleben das Einfrieren problemlos. Kälte tötet sie nicht ab, sie konserviert sie im Gegenteil. Erst Temperaturen von mindestens 90 Grad über zwei Minuten machen Hepatitis-A-Viren und Noroviren zuverlässig unschädlich.

Besonders tückisch: Eine Hepatitis-A-Erkrankung zeigt sich erst 15 bis 50 Tage nach der Infektion, im Durchschnitt nach vier Wochen. Die Symptome beginnen häufig mit Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, oft begleitet von allgemeinem Krankheitsgefühl und leichtem Fieber. Im weiteren Verlauf kann es zu Gelbsucht kommen – mit Gelbfärbung von Haut und Augen, dunklem Urin und starkem Juckreiz. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.

In TK‑Obst können sich Hepatitis‑A‑Viren verbergen.
In TK‑Obst können sich Hepatitis‑A‑Viren verbergen.Artjazz/Imago

Für Eltern kleiner Kinder gilt dabei eine besondere Verantwortung: Kinder unter fünf Jahren gehören laut BfR zu den besonders empfindlichen Personengruppen, denen Tiefkühlbeeren ohne ausreichende Wärmebehandlung keinesfalls angeboten werden sollten.

So macht man TK-Beeren sicher für den Verzehr

Die gute Nachricht: Wer ein paar einfache Regeln beachtet, muss auf tiefgekühltes Obst nicht verzichten. Das BfR empfiehlt, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr mindestens zwei Minuten auf über 90 Grad zu erhitzen – also aufzukochen. Kurzes Auftauen oder Überbrühen reicht nicht aus. Für Smoothies bedeutet das: Die Beeren vorher in einem Topf erhitzen, abkühlen lassen und dann erst mixen.

Wer sich eine Smoothie-Bowl oder Ähnliches zu Hause zubereiten will, sollte TK-Obst vorher abkochen.
Wer sich eine Smoothie-Bowl oder Ähnliches zu Hause zubereiten will, sollte TK-Obst vorher abkochen.Toni Rantala/Imago

Frische Beeren aus der Region sind in der Saison die sicherste Alternative. Wer auf TK-Produkte setzt, sollte auf die Herkunft achten und die Kühlkette niemals unterbrechen. Und das Wichtigste: Tiefgefroren bedeutet nicht keimfrei. Diese simple Tatsache sollte in keiner Küche vergessen werden – erst recht nicht dort, wo Kinder mitessen.

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