Die Preise im Supermarkt steigen schneller als der Puls beim Blick auf den Kassenbon. Klar, dass viele Berlinerinnen und Berliner überlegen: Warum nicht einfach selbst anbauen? Balkon, Hof, Schrebergarten – irgendwo geht immer was. Und manche Sorten sind tatsächlich viel billiger, wenn man sie selbst zieht.
1. Kräuter – die kleinen Geldwunder
Kräuter sind die WG‑Mitbewohner unter den Pflanzen: pflegeleicht, genügsam, immer da, wenn man sie braucht. Rosmarin zum Beispiel – im Laden teuer, zuhause fast unkaputtbar, wenn er an einem sonnigen Platz steht.

Gartenexperten sagen: Ein Rosmarinbusch ist wie ein Gewürzautomat auf Beinen. Du zupfst einfach ab, was du brauchst – ohne dass der Rest im Kühlschrank vergammelt. Ebenso leicht lassen sich Kressesamen ziehen, wer seinen Basilikumbusch aus dem Supermarkt teilt und einpflanzt, hat richtig lange Freude an den grünen Blättern.
2. Paprika – hart im Nehmen
Paprika sind wie echte Berliner: robust, wetterfest, nicht so schnell kleinzukriegen. Sie brauchen viel Wasser und guten Boden, aber sonst kommen sie super klar – sogar besser als viele andere Gemüsesorten, die ständig krank werden.

Mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt sind sie wahre Gesundheits-Bomben. Paprikapflanzen brauchen einen sonnigen, windgeschützten Standort. Ausgepflanzt wird erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern, idealerweise im Gewächshaus oder an einer Hauswand, wobei regelmäßiges Gießen und Düngen für eine ertragreiche Ernte ab Juli entscheidend sind.
3. Tomaten – besonders die kleinen
Tomaten gehen immer. Und wer einmal eine eigene geerntet hat, weiß: Supermarkt kann einpacken. Besonders lohnenswert: Cherrytomaten. Zwei Pflanzen reichen locker für den ganzen Sommer. Die wachsen wie verrückt und sind viel unkomplizierter als die großen Sorten.
Viele Cherrytomaten-Sorten müssen nicht zwingend ausgegeizt werden, was den Ertrag oft steigert und den Anbau herrlich unkompliziert gestaltet.
4. Grüne Bohnen – wachsen wie verrückt
Bohnen sind die Überflieger im Garten. Einfach in die Erde stecken – fertig. Wenn man regelmäßig gießt, kann man den ganzen Sommer ernten. Und im Laden sind sie oft richtig teuer.

Dabei ist das Gemüse besonders vielseitig. Überbacken, im Salat, im Curry sind grüne Bohnen eine gesunde Komponente. Kompakte Buschbohnen eignen sich besonders gut für Töpfe und Kästen auf dem Balkon. Sie benötigen einen sonnigen, windgeschützten Platz und nährstoffreiche Erde. Die Aussaat erfolgt direkt im Topf ab Mitte Mai nach den Eisheiligen.
5. Spargel – die Langzeit‑Investition
Okay, Spargel ist nichts für Ungeduldige. Er braucht Zeit, Platz und ein bisschen Liebe. Aber dann? Bis zu 20 Jahre Ernte! Einmal angelegt, versorgt er dich jeden Frühling zuverlässig. Teuer im Laden, günstig im Garten – wenn man dranbleibt.

Wer einen Garten in Brandenburg hat, kann es probieren. Die erste Ernte gibt es ab dem 2. oder 3. Jahr. Am einfachsten ist der Anbau von grünem Spargel durch das Pflanzen von Wurzelstöcken (Rhizomen) im März/April in sonniger Lage, wobei der Boden locker und nährstoffreich sein sollte.
6. Gurken – frisch oder eingelegt, immer gut
Gurken sind Allrounder: erst frisch knuspern, später einlegen. Einziger Haken: Sie mögen keinen Bodenkontakt. Also am besten hochbinden, dann bleiben sie gesund und sauber.

Wer ein schützendes Häuschen um die Gurken baut, hat noch mehr Erntefreuden. Und mit diesem Trick geht der Gurkenanbau noch besser.
7. Zucchini & Kürbis – leicht, aber mit Nervfaktor
Zucchini wachsen so schnell, dass man manchmal das Gefühl hat, sie wollen die Weltherrschaft übernehmen. Aber: Sie sind anfällig für Schädlinge. Wer dranbleibt und regelmäßig kontrolliert, wird aber reich belohnt. Besonders gut gedeihen Kürbis und Zucchini mit viel Kompost, sie gelten als Starkzehrer. Besonders toll: auch die gelben Zucchini-Blüten schmecken gefüllt prima und sein ein echter Hingucker auf dem Teller.



