Sie sind das beliebteste Gemüse vieler Deutscher – und auch Gärtner lieben sie: Gurken! In etlichen Gärten und sogar auf den Balkonen Deutschlands wird das grüne Gemüse angebaut. Und das ist gar nicht schwer, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet. Bevor die Pflanzen im Garten gehegt und gepflegt werden können, müssen sie aber vorgezogen werden – das passiert meist in der Wohnung oder im Haus, weil die Pflanzen sehr frostempfindlich sind. Wir verraten, wie Sie die perfekten Gurkenpflanzen vorziehen und warum Kamillentee dabei wichtig ist.
Gurken vorziehen ganz einfach: Start in den Gurkenanbau
Gurkenpflanzen brauchen es schön warm – wer in seinem Garten pralle Gurken ernten will, muss deshalb immer auf die richtigen Temperaturen achten. In den Garten gehören Gurkenpflanzen erst, wenn der Frühling endgültig gekommen ist.
Viele Gärtner schwören darauf, sie erst nach den Eisheiligen ins Freie zu bringen – also erst nach dem 15. Mai. Denn die fünf Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia stehen vom 11. bis zum 15. Mai im Kalender. Danach sollte der Wonnemonat dann wirklich da sein – und damit auch das perfekte Gurkenwetter.
Doch bis dahin hat der Gärtner eine andere Aufgabe: Die Gurkenpflanzen können im Haus vorgezogen werden. Und das ist gar nicht schwer. Es braucht nur Gurkensamen, die es in jedem Baumarkt gibt. Profi-Tipp: Vor dem Aussähen sollten die Samen für etwa 24 Stunden in ein Bad aus lauwarmem Kamillentee gelegt werden. Die Inhaltsstoffe sollen dafür sorgen, dass die Samen besser keimen und dass die Keimung insgesamt beschleunigt wird, wenn sie später in der Erde sind.

Stellen Sie dann mehrere kleine Töpfe mit Anzuchterde bereit – sie sollte in jedem Fall frisch sein, da verschiedene Mikroorganismen den noch jungen Pflanzen nachhaltig schaden können. Es schadet auch nicht, die Töpfe vor dem Ausähen der Gurken mit heißem Wasser zu überbrühen, um Keime abzutöten.
Machen Sie in die Erde etwa zwei Zentimeter tiefe Löcher und geben Sie jeweils zwei bis drei der Gurkensamen hinein. Decken Sie die Gurkentöpfchen dann mit transparenten Hauben ab, die gibt’s für ein paar Euro im Gartenmarkt. Alternativ können Sie auch eine Glasplatte auf die Töpfchen legen. Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit in den Töpfen bleibt.
So bekommen Sie die Gurken für den Gurkenanbau groß
Nach einiger Zeit erblicken die kleinen Gurkenpflanzen das Licht der Welt. Wichtig: Wenn sie aus der Erde schauen, sollte man ihnen regelmäßig frische Luft zuführen, auch wenn die Feuchtigkeit grundsätzlich im Topf verbleiben sollte.
Sobald das erste richtige Blatt an der Pflanze zu sehen ist, topfen Sie das kleine Pflänzchen in einen größeren Topf um. Achten Sie dabei darauf, auf keinen Fall die Wurzeln zu zerstören. Ausgepflanzt werden sollten die Gurken dann, wenn sie zwei bis drei Blätter an der Pflanze haben. Gurken mögen es sonnig und windgeschützt – und in warmem und feuchtem Boden.

Achten Sie auch unbedingt darauf, guten Schutz gegen Schnecken zu haben, denn die schleimigen Tiere mögen Gurkenpflanzen besonders gern. Pflegen Sie die Pflanzen und halten Sie sie immer frisch und feucht, dann können Sie sich schon bald über herrliche Gurkenpflanzen freuen.
Mit zusätzlichen Tricks beim Gurkenanbau können Sie die Gurken bei ihrem Wachstum unterstützen und dafür sorgen, dass Sie später richtig dicke Gurken ernten können – zu erwähnen seien etwa der Milch-Trick für den Gurkenanbau und der Eier-Trick, den jeder Gärtner kennen sollte.
Beim Gurkenanbau immer auf die Samen achten
Und zuletzt: Bei allen Tricks, die Sie so im Netz finden: Achten Sie auch immer darauf, was genau auf den Gurkensamen steht, die Sie verwenden. Denn es gibt wie bei allen Pflanzen auch bei Gurken unterschiedliche Arten, die zum perfekten Wachsen und Gedeihen unterschiedliche Voraussetzungen brauchen. Die richtige Erde, der richtige Abstand, die richtigen Licht-, Feuchtigkeits- und Temperaturverhältnisse für die jeweilige Sorte können Sie der Verpackung entnehmen. Gutes Gelingen!


