Brot richtig lagern

Kein Schimmel mehr: 9 clevere Tricks, wie Brot wirklich lange frisch bleibt

Brot wird hart, trocken oder schimmelt nach wenigen Tagen? Viele machen beim Lagern die gleichen Fehler.

Author - Stefan Henseke
Teilen
Eine Verkäuferin packt das Brot in eine Tüte. Damit das Brot lange hält, sollte man es zu Hause sofort aus der Tüte nehmen.
Eine Verkäuferin packt das Brot in eine Tüte. Damit das Brot lange hält, sollte man es zu Hause sofort aus der Tüte nehmen.STH/KI/Berliner KURIER

Brot kaufen, beiseite legen, vergessen – und drei Tage später ist es hart wie Beton oder voller Schimmel. Viele machen beim Lagern immer noch die gleichen Fehler. Dabei ist es ganz einfach, Brot lange frisch zu halten. Man muss nur wissen, was dem Laib guttut – und was ihn schneller killt als jeder Backautomat.

Plastiktüten sind der schlimmste Fehler für Brot

Der größte Fehler ist es, dass Brot nach dem Einkauf in der Tüte zu lassen – egal, ob Plastik oder Papier. In Plastik schwitzt der Laib wie in einer Sauna. Die Feuchtigkeit kann nicht entweichen, Schimmel wächst im Rekordtempo. Besonders Toastbrot wird zur Pilzzuchtstation. Wer Brot aus dem Supermarkt holt, sollte es zu Hause sofort auspacken.

Eine Papiertüte ist zwar besser, aber auch nicht ideal. Papier entzieht dem Brot Feuchtigkeit. Die Kruste wird weich, die Krume hart. Wie es richtig geht, lesen Sie hier.

9 Tipps, die Brot lange frisch halten

Brotsorten: Dunkel hält länger Roggen- und Vollkornbrot bleiben sieben bis neun Tage frisch. Weizenbrot dagegen nur zwei bis vier Tage. Der Grund: Dunkle Mehle binden Feuchtigkeit besser. Wer länger etwas vom Einkauf haben will, greift zu Vollkorn oder Sauerteig.

Abkühlen lassen: Frisches Brot muss erst komplett auskühlen, bevor es in Tüte, Beutel oder Kasten kommt. Sonst entsteht Kondenswasser – und Schimmel.

18 bis 22 Grad sind perfekt: Zimmertemperatur ist ideal. Der Kühlschrank dagegen ist der Brot-Killer. Die Kälte entzieht Feuchtigkeit, das Brot wird pappig und altbacken. Einzige Ausnahme: tropisch-feuchtes Wetter. Dann kann der Kühlschrank Weißbrot kurzzeitig vor Schimmel schützen.

Brot richtig lagern: Stoffbeutel sind ein Geheimtrick

Brotkasten: Ein guter Brotkasten schützt vor Luft und Feuchtigkeit. Holz oder Metall mit kleinen Luftlöchern sind ideal. Moderne Modelle haben Membranbelüftung und Rillenböden, damit das Brot nicht aufliegt. Das senkt das Schimmelrisiko deutlich.

Brotbeutel: Stoffbeutel funktionieren – besser als Papier, viel besser als Plastik. Sie lassen Luft zirkulieren, ohne das Brot auszutrocknen.

Ein guter Brotkasten schützt vor Luft und Feuchtigkeit. Holz oder Metall mit kleinen Luftlöchern sind ideal.
Ein guter Brotkasten schützt vor Luft und Feuchtigkeit. Holz oder Metall mit kleinen Luftlöchern sind ideal.Zoonar/imago

Keramiktopf: Unglasierte Keramik ist der Geheimtipp. Die offenen Poren nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Perfekte Bedingungen für lange Frische. Einmal pro Woche mit Essigwasser reinigen.

Schimmel: Ein kleiner Fleck reicht – das ganze Brot ist verloren. Schimmelsporen ziehen tief ein. Also: weg damit.

Im Kühlschrank wird Brot schnell altbacken

Brotschneiden: Scheiben trocknen schneller aus als ein ganzer Laib. Besser nur nach Bedarf schneiden. Oder Scheiben einfrieren und portionsweise auftauen.

Kühlschrank? Nur im Notfall Im Kühlschrank wird Brot schon nach einem Tag altbacken. Grund ist die Retrogradation: Die Stärke verliert Wasser, das Brot wird pappig. Besser: einfrieren. So hält Brot bis zu drei Monate, ohne Nährstoffverlust.

Wie lagern Sie Brot und Lebensmittel? Haben Sie Geheimtipps? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com