Die fleischfressende Pflanze mit dem Namen Venusfalle hat eine Fliege gefangen. imago/imagebroker

Was fressen eigentlich fleischfressende Pflanzen. Und wie kann man sie in der Wohnung halten? So viel vorweg: Fleischfressende Pflanzen sind kleine Diven, was die richtige Pflege angeht. Aber mit einigen Tipps und Tricks kann man das Naturschauspiel auch zu Hause beobachten. Wir verraten, wie es geht.

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Wie funktionieren fleischfressende Pflanzen?

Es gibt drei verschiedene Typen fleischfressender Pflanzen. Die Venusfliegenfalle gehört zu den Klappfallen. Sonnentau oder Fettkraut haben Klebefallen. Schlauchpflanzen, Kobralilie und Kannenpflanzen haben sogenannte Fallgruben.

Die Beute wird von allen Pflanzen auf unterschiedliche Art und Weise angelockt. Einige haben einen intensiven Duft, andere bilden eine Flüssigkeit, die nach Nektar riecht, die Beute aber betäubt, und manche locken durch intensive Farben ihre Beute an.

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Was fressen fleischfressende Pflanzen?

In der Natur ernähren sich fleischfressenden Pflanzen von kleinen Insekten. Und das muss auch bei der Haltung in der Wohnen gewährleistet sein. Essensreste, tote Insekten oder Ähnliches werden von fleischfressenden Pflanzen nämlich nur sehr schwer verdaut und können zu schimmeln beginnen. Lebendige Insekten regen dank ihrer Bewegungen die Verdauung der Pflanze an.

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Manche fleischfressenden Pflanzen haben eine Klebefalle. imago

Wie pflegt man fleischfressende Pflanzen, damit sie wachsen und gedeihen können?

Fleischfressende Pflanzen in der Wohnung zu halten, ist nicht ganz einfach. Denn sie sind richtige kleine Prinzessinnen und wirklich anspruchsvoll. Vor allem brauchen fleischfressende Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 (Venusfliegenfallen) bis 80 Prozent (Kannenpflanzen). Legen Sie sich am besten ein Hydrometer zu, um das zu kontrollieren.

Besonders im Winter sind unsere Räume dank Heizungsluft aber mit 20 Prozent Luftfeuchtigkeit oder sogar weniger viel zu trocken. Diese drei Ideen können Abhilfe schaffen:

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Fleischfressende Pflanzen im Terrarium: Wer sich ganzjährig an fleischfressenden Pflanzen erfreuen will, stellt am besten ein geschlossenes Terrarium auf. Hier kann man die Luftfeuchtigkeit am besten regulieren.

Eine mit Blähton gefüllte Wasserschale: In die mit Blähton gefüllte Wasserschale stellt man den eigentlichen Pflanzentopf. Dadurch wird in seiner unmittelbaren Umgebung die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Luftbefeuchtung via Ultraschallgerät: Auch ein Vernebler, der Wasser per Ultraschall in feinen Nebel verwandelt, schafft Abhilfe und trägt auch zu einem besseren Raumklima bei.

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Außerdem brauchen fleischfressende Pflanzen eine spezielle nährstoffarme Erde. Eingesetzt in normale Blumenerde gehen sie meist schnell ein. Das Wasser zum Gießen sollte möglichst kalkarm sein. Regenwasser eignet sich besonders gut.

Auch der richtige Standort in der Wohnung ist für fleischfressende Pflanzen wichtig. Sie brauchen viel Licht und somit einen hellen Platz. Bekommen sie zu wenig Licht, stellen sie die Produktion ihrer Fallen ein und produzieren stattdessen lange Triebe und Blätter.

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Was muss man im Winter bei fleischfressenden Pflanzen beachten?

Fleischfressende Pflanzen brauchen eine Winterruhe. Die halten sie am besten bei niedrigen Temperaturen von vier bis zehn Grad. Der Keller oder der Dachboden sind ein geeigneter Ort. Jetzt braucht die fleischfressende Pflanze auch nur wenig Wasser. Im späten Frühjahr kann die Pflanze dann wieder an wärmere Temperaturen gewöhnt werden und sollte wieder schnell und stark austreiben.