Immer wieder wird über die Rente diskutiert – ist sie hoch genug? Die Frage darauf lässt sich klar beantworten: Immer mehr Menschen sind von Altersarmut bedroht, im wohlverdienten Ruhestand wird das Geld nicht für ein vernünftiges Leben reichen. Doch wie viel Geld brauchen wir tatsächlich zum Leben? Genau damit hat sich ein Gutachten beschäftigt, das einfach fassungslos macht. Denn es zeigt auf besonders schockierende Weise, wie groß die Abweichung zwischen den Wünschen der Menschen und der Versorgung durch die Politik wirklich ist.
Dieses Gutachten zur Rente schockt einfach jeden
Hinter dem Gutachten steckt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung – mehr als 4200 Arbeitnehmer in Deutschland im Alter zwischen 40 und 67 wurden befragt. Das Ziel: Die Forscher wollten im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherer herausfinden, wie viel Geld die Menschen im Alter wirklich brauchen. Das heißt: Wie viel Rente benötigen die Menschen, um im Alter gut durchkommen zu können?
Als kleine Vorwarnung: Das Rentenniveau in Deutschland liegt aktuell bei rund 48 Prozent des durchschnittlichen Netto-Arbeitsentgelts. Das heißt: Arbeitnehmer bekommen im Ruhestand rund 48 Prozent ihres Nettoverdienstes. Das klingt recht wenig – und wenig ist es auch laut Einschätzung der Befragten der Studie. Denn: Im Durchschnitt wünschen sich die Menschen laut den Forschern ein Alterseinkommen, das einem Anteil von 78 Prozent des Einkommens entspricht.

Viele stellen sich also im Alter darauf ein, dass sie mit weniger Geld einkommen müssen – aber die Fallhöhe ist bei den meisten zu groß. Schockierend: Nicht einmal der Mindestbedarf, den die Menschen bei der Befragung angaben, deckt sich mit dem, was die deutsche Politik den Rentnern aktuell bietet.
„Den Mindestbedarf, um über die Runden zu kommen, sehen sie im Durchschnitt bei 58 Prozent“, sagte Jörg Asmussen vom Gesamtverband der Versicherer in Bezug auf die Befragten.
Aktuelle Rente deckt nicht einmal den Mindestbedarf
Also: 48 Prozent Rente gibt es in Deutschland – aber die Befragten glauben, dass sie mindestens 58 Prozent zum Leben brauchen. Die Studie zeigt einen eklatanten Unterschied zwischen Lebensrealität und Versorgung. Und die Befragung ist kein absurdes Zahlenspiel, sondern ein echter Einblick in den Alltag und die Vorstellungen der Menschen. Von der Wunschrente mit einem Rentenniveau von 78 Prozent ist die aktuelle Lage bei der Rente weit entfernt.

Für die Versicherer ist klar: „Die gesetzliche Rente reicht nicht.“ Viele können damit den Lebensstandard, den sie sich wünschen – und den sie sich im Alter nach jahrzehntelanger Arbeit auch verdient haben – nicht leisten. Die Werte, die bei der Befragung ans Tageslicht kommen, sind natürlich der Durchschnitt.
25 Prozent der Menschen wollen 100 Prozent Rente
Laut Ergebnissen gaben beispielsweise 27 Prozent der Menschen, die mitmachten, an, dass ihnen auch 50 Prozent des Einkommens für den Ruhestand reichen würden. Sie sind damit sehr nah dran am aktuellen Rentenniveau. Andererseits formuliert auch rund ein Viertel der Menschen den Wunsch, im Alter 100 Prozent des bisherigen Einkommens zur Verfügung zu haben. Eine Vorstellung, die im deutschen Rentensystem illusorisch sein dürfte.


