Gesundheitsreform

Krankenkasse wechseln 2026: Die günstigsten Kassen im Vergleich

Zwischen günstigen und teuren Krankenkassen liegen oft Hunderte Euro. Diese Anbieter überzeugen beim Preis.

Author - Stefan Doerr
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Die Gesundheitsreform kommt und da ist der Blick auf den Kassenbeitrag wichtig.
Die Gesundheitsreform kommt und da ist der Blick auf den Kassenbeitrag wichtig.---/GKV-Spitzenverband/dpa

Die Politik hat die größte Gesundheitsreform seit Jahrzehnten auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu stabilisieren und weitere Beitragssprünge zu verhindern. Doch viele Kassen schlagen bereits Alarm und warnen vor neuen Kostensteigerungen. Für Versicherte lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die eigene Krankenkasse mehr denn je.

Sparen durch niedrigen Zusatzbeitrag

Denn obwohl der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für alle gleich ist, gibt es bei den tatsächlichen Kosten erhebliche Unterschiede.

Aktuell liegt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen diesen Betrag jeweils zur Hälfte. Entscheidend für die Höhe der Beiträge ist jedoch der Zusatzbeitrag. Diesen legt jede Krankenkasse selbst fest, abhängig von ihrer finanziellen Lage. Und genau hier steckt das Sparpotenzial.

Die Techniker Krankenkasse ist beim Angebot und den Beitragskosten eine der besten Krankenkassen.
Die Techniker Krankenkasse ist beim Angebot und den Beitragskosten eine der besten Krankenkassen.Michael Gstettenbauer/Imago

Je nach Krankenkasse können Versicherte mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Ein Beispiel: Wer 3000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt bei einem um einen Prozentpunkt höheren Zusatzbeitrag rund 180 Euro mehr pro Jahr. Die Hälfte davon übernimmt zwar der Arbeitgeber, trotzdem bleibt für Beschäftigte ein spürbarer Unterschied.

Und welche Kassen sind die günstigsten? Hier die zehn preiswertesten Anbieter bundesweit, sortiert nach Gesamtbeitrag:

Die zehn günstigsten Krankenkassen (Stand Juli 2026)
  • Platz 1: BKK firmus – Zusatzbeitrag: 2,18 Prozent, Gesamtbeitrag: 16,78 Prozent (Kasse ist nur verfügbar in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
  • Platz 2: TUI BKK – Zusatzbeitrag: 2,50 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,10 Prozent
  • Platz 3: hkk Krankenkasse – Zusatzbeitrag: 2,59 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,19 Prozent
  • Platz 4: Audi BKK – Zusatzbeitrag: 2,60 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,20 Prozent
  • Platz 5: Techniker Krankenkasse (TK) – Zusatzbeitrag: 2,69 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,29 Prozent
  • Platz 6: WMF Betriebskrankenkasse – Zusatzbeitrag: 2,85 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,05 Prozent
  • Platz 7: HEK – Hanseatische Krankenkasse – Zusatzbeitrag: 2,89 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,49 Prozent
  • Platz 8: SKD BKK – Zusatzbeitrag: 2,98 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,58 Prozent (Kasse ist nur verfügbar in Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein)
  • Platz 9: BKK Linde – Zusatzbeitrag: 2,99 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,59 Prozent
  • Platz 10: BOSCH BKK – Zusatzbeitrag: 3,18 Prozent, Gesamtbeitrag: 17,78 Prozent (Kasse verfügbar in allen Bundesländern außer Bremen und Schleswig-Holstein)

Der günstigste Beitrag allein macht jedoch noch keine gute Krankenkasse aus. Experten raten dazu, auch Service, Erreichbarkeit und Zusatzleistungen zu vergleichen.

Nicht nur auf den Preis schauen

Besonders die hkk und die Techniker Krankenkasse gelten als Beispiele dafür, dass niedrige Beiträge und gute Leistungen kein Widerspruch sein müssen. Beide Anbieter punkten regelmäßig mit einem breiten Angebot an Extras, etwa bei professioneller Zahnreinigung, Präventions- und Gesundheitskursen.

Die BKK firmus ist dagegen oft Preis-Leader und damit für Sparfüchse besonders attraktiv. Beim Serviceangebot und den Zusatzleistungen liegt sie nach Einschätzungen von Experten allerdings eher hinter einigen größeren Wettbewerbern.