Mehr Gleichberechtigung

Grüne fordern Feiertage und Gleichstellung für Muslime

Neue Forderungen der Grünen: mehr Schutz für Moscheen, flexible Arbeitszeiten an islamischen Feiertagen und Maßnahmen gegen Diskriminierung.

Author - Mariella Mandurino
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Die Grünen wollen mit einem umfassenden Forderungskatalog mehr Gleichberechtigung für Muslime erwirken.
Die Grünen wollen mit einem umfassenden Forderungskatalog mehr Gleichberechtigung für Muslime erwirken.Sascha Fromm/Imago

Neue Forderung von den Grünen: Um Muslimen in Deutschland mehr Sichtbarkeit zu geben, haben die Grünen einen 24 Punkte umfassenden Forderungskatalog erstellt. Sie fordern, dass die Bundesregierung aktiv gegen Diskriminierung handeln soll.

Grüne wollen sich gegen Muslimfeindlichkeit einsetzen

Mehr Feiertage für Muslime: Die Grünen möchten eine rechtliche Absicherung für die „Freistellung oder flexible Arbeitszeitgestaltung an islamischen Feiertagen“, wie der Tagesspiegel berichtet. Denn der Job und die Religion sollen so besser vereinbar sein können. Zudem wird gefordert, dass es zu mehr Schutz von Moscheen kommen soll, die „ausreichend finanziert werden“ sollen. Wie das Ganze aussehen soll: Es soll Schulungen für Sicherheitskräfte zum Thema Islamfeindlichkeit geben.

Grund dafür sind laut der Partei die „anhaltende Diskriminierung und Muslimfeindlichkeit“ als „tief verankertes gesellschaftliches und strukturelles Problem“. Daher soll nun auch die Bundesregierung handeln.

Bei den Feiertagen für Muslime soll es aber nicht bleiben. Da es weiterhin „Hürden im öffentlichen Dienst“ wegen des Kopftuchs gibt, soll auch dagegen angegangen werden. Um mehr Gleichberechtigung zu schaffen, fordert die Partei, dass muslimische Wohlfahrtsorganisationen stärker eingebunden und gefördert werden müssen.

Am 31. März 2025 hat die Stadt München für mehr Sichtbarkeit den Muslimen ein frohes Zuckerfest gewünscht.
Am 31. März 2025 hat die Stadt München für mehr Sichtbarkeit den Muslimen ein frohes Zuckerfest gewünscht.Imago

Dass Muslime bislang benachteiligt behandelt werden, kritisieren die Grünen scharf. Die Benachteiligung sei „keine Vermutung, sondern empirische Realität“. Deshalb sollen muslimische Organisationen auch langfristig unterstützt werden. Spannend wird es jedoch an einem anderen Punkt.

Die Grünen zogen ihren Antrag schon zweimal zurück

Am kommenden Sonntag finden in Rheinland-Pfalz die Landtagswahlen statt. Die Grünen sollen ihren 24 Punkte umfassenden Antrag zurückgezogen haben. Aber nicht zum ersten Mal. Zuvor stand das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung des Bundestages und wurde auch hier zurückgezogen.

CDU-Innenpolitiker Alexander Throm (57) sieht hier einen Zusammenhang. Im Tagesspiegel wettert er: „Dass die Grünen ihren Antrag zur Förderung des Islam in Deutschland kurzfristig vor der rheinland-pfälzischen Wahl von der Tagesordnung streichen, zeigt wieder mal eines: Sie sind eine Partei des reinen Taktierens.“ Erst in der kommenden Sitzungswoche soll die Debatte zur Förderung der Muslime stattfinden – also lange nach den Wahlen.

Finden Sie, es sollte in Deutschland Feiertage für Muslime geben? Und was halten Sie von den Forderungen der Grünen? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com