Großeinsatz der Feuerwehr

Viagra-Gebäude macht schlapp: Hochhaus vor Einsturz, Evakuierung läuft!

In New York sorgt ein beschädigtes Hochhaus für Alarm. Verbogene Stahlträger führten zu Evakuierungen und einem Großeinsatz der Feuerwehr.

Author - Florian Thalmann
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Menschen schauen auf das Gebäude in der East 42nd Street 235, nachdem Gebäude in der Umgebung wegen Einsturzgefahr evakuiert worden waren.
Menschen schauen auf das Gebäude in der East 42nd Street 235, nachdem Gebäude in der Umgebung wegen Einsturzgefahr evakuiert worden waren.Angelina Katsanis/AP/dpa

Schock am frühen Morgen in New York: Laut Berichten läuft in der US-amerikanischen Metropole ein groß angelegter Rettungseinsatz. Der Grund: Bei einem Gebäude, in dem ehemals die Arzneimittelfirma Pfizer ihren Sitz hatte, haben sich Stahlträger verbogen. Der Wolkenkratzer droht einzustürzen. Großalarm in der XXL-Stadt, etliche weitere Gebäude werden durch Einsatzkräfte der Feuerwehr evakuiert.

Stahlträger im Hochhaus haben sich verbogen

Früher hatte hier Pfizer seinen Sitz, das Unternehmen, das unter anderem durch die Potenz-Pille Viagra bekannt wurde. Doch nun macht das Hochhaus, das gerade umgebaut wird, schlapp! Bauarbeiter bemerkten am Morgen um 8 Uhr Ortszeit, dass mehrere Stahlträger nachgaben. Die Stützen im 21. und 22. Stock des Hauses bogen sich, die darüberliegenden Stockwerke sackten teilweise ab.

Experten sind fassungslos. „Die Stahlträger verbiegen sich dort wie Zigaretten“, sagte ein Mitarbeiter der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638. „Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe, und ich habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich.“ Auch New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani bezeichnete die Lage als „hochgradig ernst“.

Blick auf das Gebäude in der East 42nd Street 235, nachdem Gebäude in der Umgebung wegen Einsturzgefahr evakuiert worden waren.
Blick auf das Gebäude in der East 42nd Street 235, nachdem Gebäude in der Umgebung wegen Einsturzgefahr evakuiert worden waren.Angelina Katsanis/AP/dpa

Glück im Unglück: Sollte das Gebäude wirklich einstürzen, handele es sich laut dem Chef der New Yorker Feuerwehr lediglich um einen örtlich begrenzten Einsturz. „Aufgrund der Bauweise des Gebäudes, es handelt sich um eine Stahlrahmenkonstruktion, wäre ein vollständiger Einsturz unwahrscheinlich“, sagte er.  „Aber die Tatsache, dass es sich bewegt, bleibt unsere Sorge.“

Wolkenkratzer bewegt sich die ganze Zeit weiter

Seit dem Eintreffen der Feuerwehr habe sich das Hochhaus weiterbewegt. „Die Stahlträger haben sich unter dem Gewicht verbogen und durchgebogen. Wir haben das Gebäude evakuiert und mit der Evakuierung der umliegenden Gebäude begonnen“, so der Chef der Feuerwehr weiter. Man habe eine Einsturzzone eingerichtet.

Unklar ist, wie es dazu kommen konnte. In Berichten heißt es aktuell, dass an einem vorher niedrigen Teil des Gebäudes im Rahmen des Umbaus weitere Stockwerke aufgesetzt wurden. Das frühere Bürogebäude soll in ein riesiges Wohnhaus mit mehr als 1600 Apartments umgewandelt werden. Wie groß das Interesse an einem Einzug noch ist, sollte der Wolkenkratzer nicht einstürzen, wird sich erst später zeigen.