Na, fürchten Sie sich schon vor der neuen Hitzewelle? Seit Tagen überschlagen sich die Meteorologen mit den Prognosen. Nach einer etwas kühleren Phase sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen noch einmal voll aufdrehen – und heiße Luftmassen sollen in Teilen Deutschlands noch einmal die 40-Grad-Marke zum Wackeln bringen. Meteorologe Dominik Jung findet klare Worte für das, was uns jetzt blühen könnte: Der Sommer wird noch einmal „bitterer Ernst“.
Schwitze-Hitze kehrt jetzt noch mal zurück
Die etwas milderen Tage waren einfach zu schön, um wahr zu sein – denn schon Ende der Woche sollen sie wieder ein Ende haben. Dann kann das Jäckchen direkt wieder im Schrank bleiben, stattdessen werden sich viele am liebsten wieder die Kleidung vom Leib reißen wollen. Die Schwitze-Hitze kehrt zurück! Schuld daran sei ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich vom Südwesten aus in Deutschland breitmacht, schreibt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in einer aktuellen Wetterkolumne.
Über Frankreich liegt aktuell auch eine Hitzeglocke mit über 40 Grad. Die bange Frage lautet: Wie viel der Wärme schwappt in den kommenden Tagen wirklich zu uns? Heiße Luft und viel Sonne seien in jedem Fall die Mischung für einen Sommer, der es wirklich in sich hat. Schon am Dienstag sollten im Süden Deutschlands wieder 37 Grad erreicht werden, im Norden blieb es hingegen noch kühl, denn hier hält kalte Luft dagegen. Deshalb gibt es laut Dominik Jung im Moment eine Zweiteilung beim Wetter in Deutschland.

In der kommenden Nacht sinken die Temperaturen auf bis zu 10 Grad ab. Am Mittwoch dann wieder milde Werte mit 21 Grad im Norden und Hitze mit 32 Grad im Südwesten Deutschlands. Am Donnerstag wird es dann noch etwas heftiger.
Es gibt viel Sonnenschein und neue Warmluft, im Norden klettern die Temperaturen dann schon auf 24 Grad, im Süden auf 35 Grad. Und der Freitag legt noch eine Schippe drauf: „Sommerwetter im gesamten Land“, sagt Dominik Jung. 37 Grad werden es im Südwesten Deutschlands, rund 30 Grad drohen rund um Berlin.
Freitag wird der neue Hitze-Höhepunkt erreicht
Am Freitag soll laut aktuellen Prognosen auch der aktuelle Hitze-Höhepunkt erreicht werden. Es könnte auch dazu kommen, dass die 40-Grad-Marke erneut wackelt, schreibt Dominik Jung in seiner Wetter-Kolumne. „Wer kann, sollte die heißesten Stunden meiden.“
Ab Temperaturen von 40 Grad werde aus dem Sommer bitterer Ernst. Und während schon die Menschen unter der Hitze ächzen, wird es für die Natur noch etwas schlimmer, denn nach und nach kehrt auch die Dürre zurück. Denn die Böden sind trocken – und viel neuer Regen kommt aktuell scheinbar nicht nach.
Am Samstag gehen die Temperaturen im Süden mit 35 Grad zumindest ein winziges Stück nach unten, in weiten Teilen Deutschlands bewegen sich die Werte dann aber im Bereich von 30 Grad – 31 Grad sollen es etwa in Berlin werden, 30 Grad in Thüringen, 31 Grad in NRW.
Und auch am Sonntag gilt: „Überall volle Lotte Sommerwetter – von 24 Grad an der Nordsee bis 36 Grad im Rhein-Main-Gebiet“, sagt Jung. Die Woche startet am Montag und Dienstag dann wieder sommerlich, die Wärme bleibt.
Wie viel Hitze schwappt aus Frankreich zu uns?
Glück im Unglück: Nach einer weiteren Hitzewelle wie vor zwei Wochen sieht es aktuell nicht aus. Zwar könnten die Temperaturen theoretisch die 40-Grad-Marke erreichen. Dass es noch einmal so heftig wird wie am Rekord-Wochenende, zeigen die Prognosen aber aktuell nicht.
Das ist aber noch keine Entwarnung. Denn die extreme Hitze über Frankreich könnte uns noch erreichen. „Und da ist nicht ganz klar: Wie viel Hitze schwappt am Ende zu uns rein?“, sagt Jung. Das muss man abwarten.


