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WhatsApp führt Abo ein: Das ändert sich jetzt für alle Nutzer

Meta testet mit „WhatsApp Plus“ ein kostenpflichtiges Abo für mehr Personalisierung – die Grundfunktionen bleiben kostenlos.

Author - Tobias Esters
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WhatsApp führt mit "WhatsApp Plus" ein optionales Abo-Modell ein – die kostenlosen Grundfunktionen bleiben für alle Nutzer erhalten. (Symbolfoto)
WhatsApp führt mit "WhatsApp Plus" ein optionales Abo-Modell ein – die kostenlosen Grundfunktionen bleiben für alle Nutzer erhalten. (Symbolfoto)JAQUE DA SILVA/Zoonar.com/IMAGO

Zwei Milliarden Menschen nutzen WhatsApp täglich. Und jetzt will Meta Geld dafür sehen. Zumindest von denen, die mehr wollen als nur chatten.

Das steckt hinter WhatsApp Plus

Das neue Abo heißt „WhatsApp Plus“ und kostet in Europa 2,49 Euro im Monat. Wer zahlt, bekommt bunte App-Icons, neue Farbdesigns, animierte Sticker und kann bis zu 20 Chats anpinnen statt wie bisher nur drei.

Nachrichten, Anrufe, Sprachnachrichten, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Alles bleibt kostenlos, alles bleibt wie gehabt. Wer nicht zahlen will, muss sich keine Sorgen machen. Zumindest vorerst. Experten weisen darauf hin, dass sich das in Zukunft ändern könnte, wenn neue Funktionen exklusiv ins Abo wandern. Das Modell kennt man von Telegram, wo neue Features inzwischen fast ausschließlich zahlenden Nutzern vorbehalten sind.

Die meisten Funktionen bei Whatsapp bleiben kostenlos.
Die meisten Funktionen bei Whatsapp bleiben kostenlos.Whatsapp

Aktuell läuft der Test noch ausschließlich auf Android, eine Version für iOS ist laut Bericht von „WABetaInfo“ für einen späteren Zeitpunkt geplant. Wer das Abo ausprobieren möchte, soll zunächst einen kostenlosen Monat bekommen. Die Abrechnung läuft über den Google Play Store und verlängert sich automatisch. Die Kündigung muss 24 Stunden vor dem nächsten Zahlungstermin erfolgen.

Metas neues Geschäftsmodell

WhatsApp hat weltweit über zwei Milliarden aktive Nutzer. Wenn auch nur ein kleiner Prozentsatz das Abo bucht, erschließt Meta einen substanziellen neuen Einnahmestrom. Parallel testet das Unternehmen bereits ein ähnliches Modell bei Instagram. Beide Abos sind Teil einer Strategie, die Abhängigkeit von reinen Werbeeinnahmen zu reduzieren.

Ob sich das Abo lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Für die meisten dürfte die Antwort klar sein: Die kostenlosen Funktionen reichen völlig aus. Wer aber gerne ein paar Farbtupfer mehr möchte, bekommt sie für 2,49 Euro im Monat.

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