Drei Jahre hat WhatsApp daran herumgeschraubt, jetzt ist es so weit: Wer chattet, muss seine Telefonnummer nicht mehr offenbaren. Die neue Funktion „Benutzernamen“ wird seit dieser Woche schrittweise für Android- und Apple-Nutzer freigeschaltet.
Manche Nutzer haben die neue Funktion schon
Die Funktion „Benutzernamen“ ermöglicht es Nutzern, sich auf WhatsApp zu vernetzen, ohne ihre Telefonnummern preiszugeben. Stattdessen können Nutzer andere über einen gewählten Benutzernamen suchen und ihnen Nachrichten senden. Die Telefonnummer bleibt dabei unsichtbar.
Die neue Funktion ist aktuell für die ersten Nutzer auf Android- und iOS-Geräten schon verfügbar und wird in den kommenden Wochen schrittweise für alle ausgeweitet.

Mehr Kontrolle über eigene Privatsphäre
Ein Schritt, der die Art, wie Millionen Menschen kommunizieren, grundlegend verändern könnte. Denn bislang war WhatsApp eng mit der eigenen Handynummer verknüpft. Ein Datenschutz-Kompromiss, der vielen schon lange ein Dorn im Auge war.
Ob die Funktion jetzt schon verfügbar ist, können WhatsApp-Nutzer ganz leicht prüfen: In den Profileinstellungen taucht ein neues Feld für den gewünschten Namen auf. Wer das Feld noch nicht sieht, muss sich noch gedulden. Ein offizielles Datum für die flächendeckende Freischaltung gibt es bisher nicht.
Für die Wahl des Namens gelten klare Regeln. Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Mindestens ein Buchstabe muss drin sein. Tabu sind Namen, die mit „www“ beginnen oder mit Domain-Endungen wie „.com“ oder „.net“ enden. Und wer einen Namen nutzen will, der bereits bei Facebook oder Instagram existiert, muss laut Meta erst die Inhaberschaft über das Kontocenter bestätigen.
Mit dem „Benutzernamen“-Feature macht WhatsApp einen Schritt, den viele sich seit Jahren wünschen. Er verschafft mehr Privatsphäre beim Chatten, ohne die eigene Nummer überall herumreichen zu müssen.


