Prinz Andrew begleitet seine Mutter Queen Elizabeth bei der Gedenkfeier für Prinz Philip. AFP/Richard Pohle

Die heftigen Vorwürfe von Virginia Giuffre, nicht nur ein enger Freund des überführten Sexhändlers Jeffrey Epstein gewesen, sondern zumindest in ihrem Fall auch selbst zum Täter geworden zu sein, konnte Prinz Andrew nie entkräften. Mit all seinen öffentlichen Äußerungen verschaffte er der Anklägerin nur mehr Glaubwürdigkeit. Als er dann im Februar zustimmte, Giuffre, die Andrew vorwarf, sie dreimal als Minderjährige missbraucht zu haben, 14 Millionen Euro zu zahlen, wurde das von der Öffentlichkeit als Schuldeingeständnis gewertet.

Lesen Sie auch: Nach der Trennung von Bibi und Julian Claßen: Jetzt kommt die Wut der „Bibis Beauty Palace“-Fans >>

Andrew hingegen scheint das Ganze eher als Schlussstrich zu interpretieren und würde liebend gerne so schnell wie möglich zu seiner royalen Normalität zurückkehren. Dazu soll er am 13. Juni beim sogenannten Garter Day einen echten PR-Coup planen: einen Auftritt mit seiner Mutter, der Queen.

Prinz Andrew: Nach dem Epstein-Skandal wurden ihm viele Privilegien entzogen

Nachdem Andrew eigentlich aus der Öffentlichkeit verbannt wurde, ihm die Anrede „Königliche Hoheit“ ebenso abgenommen wurde wie seine offiziellen Aufgaben, seine Schirmherrschaften und seine militärischen Ehrentitel, dachte wohl niemand, dass Andrew sobald zurückkehren würde, zumindest nicht als Royal. Doch seine Pläne lauten ganz offenbar anders.

Bereits beim Gedenkgottesdienst für Prinz Philip am 29. März geleitete der gefallene Prinz seine Mutter Queen Elizabeth II. in der Westminster Abbey auf ihren Platz. Eine zentrale Rolle an diesem Tag. Entsprechend prognostizierten die britischen Medien weitere Auftritte. Der nächste soll bereits am 3. Juni stattfinden, wenn er seine Mutter an deren Thronjubiläums-Zeremonie in die Londoner St.-Pauls-Kathedrale begleitet – und dann folgt auch schon zehn Tage später der „Garter Day“.

„Garter Day“: Das ist die Veranstaltung, bei der Prinz Andrew dabei sein will

Der gilt traditionell als wichtigste jährliche Veranstaltung der Royal Family. An diesem Tag versammeln sich die Ordensritter in Windsor Castle. Es gibt einen Gottesdienst, eine Art Prozession und es wird der „Order of the Garter“, zu Deutsch „der Hosenbandorden“ verliehen.

Lesen Sie auch: Todes-Drama um Profi-Radsportlerin: Wer erschoss Anna Moriah Wilson? >>

Dieses Foto, auf dem Prinz Andrew zusammen mit der damals 17 Jahre alten Virginia Giuffre und Ghislaine Maxwell zu sehen ist, belastet den Sohn der Queen. imago/MediaPunch

Königshaus fürchtet Andrews Teilnahme am „Garter Day“

Nun befürchtet man im Königshaus, dass vor allem eine Teilnahme am „Garter Day“ das Event überschatten könnte. Schließlich kann die Gedenkfeier für Prinz Philip oder das Thronjubiläum der Queen noch als Familienfeier durchgehen, bei der Andrew als Privatperson erscheint – der „Garter Day“ allerdings nicht.

Lesen Sie auch: Trennung von Julian und Bibi Claßen: DAS fordert Youtube-Kollegin Dagi Bee nun von den Fans des Paares! >>

Die Hoffnung zahlreicher Palastmitarbeiter, Andrew würde sich künftig aus der Öffentlichkeit fernhalten, um das Königshaus davor zu bewahren, mit seinen Skandalen in Verbindung gebracht zu werden, scheinen sich nicht zu erfüllen.