Reis steht in Deutschland so hoch im Kurs wie nie. Rund acht Kilogramm essen wir pro Kopf und Jahr, drei Kilogramm mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Doch wer greift, sollte genau hinschauen: Die Stiftung Warentest hat 40 vielverkaufte Reisprodukte untersucht und ein ernüchterndes Ergebnis veröffentlicht. In jedem einzelnen Produkt steckt Arsen.
Warum Arsen im Reis so gefährlich ist
Das Halbmetall gelangt auf natürlichem Weg über Böden und Grundwasser ins Korn. Besonders der anorganische Anteil des Arsens gilt laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung als krebserregend. Einen sicheren Grenzwert gibt es nicht, je weniger desto besser. Drei Produkte im Test waren laut den Testern deutlich mit Arsen belastet.
Neben Arsen fanden die Tester in 32 von 40 Produkten das Schwermetall Kadmium. Vier davon sind deutlich belastet, darunter der Bio-Basmatireis von Alnatura sowie der Parboiled Spitzenreis der Rewe-Eigenmarke Ja! für 1,39 Euro. Zu viel Kadmium über längere Zeit kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung den Nieren und Knochen schaden.

Wer auf Bio setzt, ist übrigens nicht automatisch auf der sicheren Seite: Drei der acht schlechtesten Produkte tragen ein Bio-Siegel. Schadstoffe aus Umwelt und Lagerung gelangen unabhängig von der Anbaumethode ins Korn. Ein Pluspunkt bleibt: Kein Bio-Reis im Test enthielt Pestizidrückstände.
Von 40 getesteten Produkten bekommen nur vier die Note „gut“. Das günstigste davon kommt von Kaufland – und kostet gerade einmal 1,39 Euro pro Kilogramm:
- Parboiled K-Classic Langkorn von Kaufland (1,39 Euro pro kg)
- Akash Basmati (3,51 Euro pro kg)
- Basmati von Tilda (6,25 Euro pro kg)
- Vollkorn-Bio-Jasminreis von Reishunger (9,98 Euro pro kg)

Besonders gut schneidet Basmati-Reis generell ab: Alle zehn getesteten Basmati-Sorten sind nur gering mit Arsen belastet. Das liegt laut Stiftung Warentest an der Himalaja-Region, wo Basmati angebaut wird und die vergleichsweise geringe Arsengehalte im Boden aufweist.
So kochen Sie Reis schadstoffärmer
Wer Reis richtig zubereitet, kann die Schadstoffmenge deutlich senken. Die Stiftung Warentest empfiehlt die Wassermethode: Reis in der vierfachen Menge Wasser kochen und das Kochwasser danach abgießen. Zusätzlich hilft es, den Reis vorher so lange zu waschen, bis das Wasser klar läuft. Laut einer Studie können diese kombinierten Methoden den Schadstoffgehalt um bis zu 73 Prozent reduzieren.



