Geburtstage sind eigentlich etwas sehr Persönliches. Und trotzdem verrät ein Blick auf den Kalender plötzlich erstaunlich viel über unser Liebesleben, unsere Feiertage und darüber, wann in Deutschland offenbar besonders fleißig gezeugt wird. Denn während manche Geburtstage echte Massenware sind, kommen andere so selten vor, dass man sich fast schon wie ein Exot fühlen darf.
Nach Valentinstag herrscht in Deutschland Sexflaute
Genau das zeigt jetzt eine Auswertung auf Basis des Geburtenkalenders von Destatis für die Jahre 2014 bis 2025. Das Ergebnis ist herrlich kurios: Ausgerechnet rund um Weihnachten, Silvester und Neujahr kommen in Deutschland besonders wenige Kinder zur Welt. Dafür explodieren die Geburtenzahlen Monate später im Spätsommer und Frühherbst regelrecht. Heißt im Klartext: Während nach dem Valentinstag offenbar eher Flaute im Schlafzimmer herrschte, sorgten die Feiertage am Jahresende wohl für deutlich bessere Stimmung unter der Bettdecke.
Am seltensten ist ein Geburtstag wenig überraschend am 29. Februar. Laut Auswertung wurden an diesem Schaltjahr-Datum in Deutschland lediglich 5210 Menschen geboren. Wer an diesem Tag Geburtstag hat, gehört damit zur exklusivsten Geburtstagsgruppe des Landes. Direkt dahinter folgen aber gleich mehrere Feiertagskinder: Denn auf Platz zwei landet der 25. Dezember, auf Platz drei der 24. Dezember und auf Platz vier der 26. Dezember. Auch der 1. Januar schafft es auf Platz fünf, Silvester auf Platz sechs.
Komplettiert werden die zehn seltensten Geburtstage vom 1. Mai auf Platz sieben, dem 1. November auf Platz acht, dem 2. April auf Platz neun und dem 29. November auf Platz zehn. Gerade die Weihnachts- und Feiertagsballung ist auffällig. Klar: Rund um Heiligabend, den ersten Weihnachtstag oder Silvester werden Geburten in Kliniken wohl seltener geplant. Trotzdem lässt die Statistik auch Raum für eine zweite, deutlich unterhaltsamere Theorie: Nach dem Valentinstag muss in Deutschland offenbar die große Sexflaute eingesetzt haben.
Denn wenn man die seltensten Geburtstage einmal zurückrechnet, landet man ziemlich schnell bei Monaten, in denen in deutschen Schlafzimmern offenbar nicht allzu viel los war. Anders sieht das bei den häufigsten Geburtstagen aus. Da zeigt sich nämlich das komplette Gegenteil und plötzlich wird der Dezember ziemlich verdächtig.
Zu Weihnachten lassen es die Deutschen im Bett krachen
Am häufigsten Geburtstag haben Menschen in Deutschland nämlich am 8. August. Dahinter folgen der 7. Juli und der 2. Oktober. Besonders auffällig ist aber der September: Gleich mehrere der häufigsten Geburtstage fallen auf den 19., 21., 22., 23., 25. und 26. September. Übersetzt heißt das: Wer Ende September Geburtstag hat, könnte statistisch gesehen ein ziemlich klassisches Weihnachts- oder Silvester-Mitbringsel sein.



