Wo leben die glücklichsten Deutschen? Geht es nach einer neuen Studie, steht eine ostdeutsche Stadt an der Spitze: Erfurt! Das Städteranking 2026 des „Glücksatlas“ der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) weist der Thüringer Landeshauptstadt Rang 1 zu.
Erfurt schiebt sich vom sechsten Platz auf Rang 1
Erfurt schiebt sich von Platz 6 im Vorjahr an die Spitze – mit 7,74 Punkten, was einem Zuwachs von 0,47 Punkten entspricht. Kassel verliert die Top-Position und fällt sogar auf Rang 13 zurück.
Das Ranking listet 40 Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern auf. Für die Umfrage wurde folgende Frage gestellt: „Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?“
Die Befragten bewerteten individuell, was ihr Leben lebenswert macht. Ergänzend wurde ein Index der objektiven Lebensqualität aus 30 Indikatoren in acht Kategorien erstellt, darunter Wohnen, Kriminalität, Wohlstand und Arbeitsmarkt, Gesundheit, Familie und Bildung.

Erfurt steht auf Platz 1 der Liste und hebt sich durch günstige Mieten, eine hohe Umweltqualität und eine leicht überdurchschnittliche wirtschaftliche Lage hervor. Gleichzeitig unterscheidet sich die Stadt vom Trend vieler ostdeutscher Städte, die häufig mit höherer Arbeitslosigkeit, geringeren Einkommen und demografischen Problemen kämpfen.
Hinter Erfurt folgen mit Augsburg, Düsseldorf, Krefeld und Kiel ausschließlich westdeutsche Städte. Die nächste ostdeutsche Großstadt findet sich in der Liste erst auf Platz 12: Halle (Saale).
Zugewinne haben vor allem Orte im Norden Deutschlands
Ein allgemeiner Positivtrend im Osten ist daher nicht zu erkennen. Die ostdeutschen Städte haben insgesamt nur um 0,03 Punkte gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Die deutlichsten Zugewinne verzeichnen nordwestdeutsche Städte wie Kiel, Lübeck, Braunschweig und Hannover (jeweils plus 0,12 Punkte).

Und Berlin? Die Hauptstadt liegt nur auf Platz 35 – hinter Städten wie Bremen, Wuppertal und Gelsenkirchen.
Berlins Problem sind die teuren Mieten und die hohe Kriminalitätsrate
Grund für die geringe Zufriedenheit seien teure Mieten und eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate. Mit einem extrem hohen Anteil an Einpersonenhaushalten zeigt sich Berlin zudem als „sozialer Extremfall“. Gleichzeitig weist die Hauptstadt überdurchschnittlich hohe Geburtenzahlen auf.




