Berlin wächst und wächst. Aber nicht alle Stadtteile profitieren davon. Die soziale Spaltung in der Hauptstadt bleibt ein zentrales Problem und zeigt sich weiterhin deutlich auf der Karte der Stadt. Das geht aus dem aktuellen „Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025“ hervor, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt vorgelegt hat.
Untersuchung beleuchtet die Lebensbedingungen in den Berliner Stadtteilen
Die Untersuchung beleuchtet die Lebensbedingungen in den Berliner Quartieren und dient seit Jahren als Grundlage für Förderentscheidungen. Im Fokus stehen dabei sogenannte „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“. Übersetzt: Problemviertel beziehungsweise soziale Brennpunkte. Das sind die Kieze, in denen die soziale Benachteiligung überdurchschnittlich hoch ist.
Sie liegen unter anderem in den Stadtteilen Gesundbrunnen, Kreuzberg, Staaken, Falkenhagener Feld, Neukölln, Neu-Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf, Reinickendorf und dem Märkischen Viertel.
Insgesamt zählen 57 der 535 sogenannten Planungsräume in Berlin dazu, also etwas mehr als elf Prozent. Ausschlaggebend für die Einstufung ist ein Gesamtindex, der verschiedene Faktoren bündelt: Arbeitslosigkeit, Transferleistungsbezug, Kinderarmut und der Anteil von Kindern in Haushalten Alleinerziehender.

Die Entwicklung dieser Indikatoren fällt allerdings unterschiedlich aus. Während die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen ist, sinkt der Anteil der Menschen mit Transferbezug. Auch bei Kinderarmut und Alleinerziehenden-Haushalten zeigen die Zahlen zuletzt einen leichten Rückgang. Insgesamt ergibt sich ein gemischtes Bild: In rund drei Vierteln der Gebiete bleibt die soziale Entwicklung stabil, jeweils zwölf Prozent entwickeln sich positiv beziehungsweise negativ.




